Bundesliga-Trainer kritisiert Rangnicks Umgang mit ÖFB-Trio
BREMEN. Werder-Bremen-Trainer Daniel Thioune hätte die lange Länderspielpause lieber mit seinem kompletten Kader verbracht. Vor allem die geringen Einsatzzeiten von Marco Friedl und Marco Grüll im österreichischen Nationalteam dürften ihm missfallen haben.

Nach der langen Länderspielpause hat Werder-Bremen-Trainer Daniel Thioune die fehlende Spielpraxis einiger seiner Profis thematisiert.
Dabei richtete sich sein Blick auch auf das österreichische Trio, dessen Einsatzzeiten unter Teamchef Ralf Rangnick unterschiedlich ausfielen.
Dass die jüngste Unterbrechung des Ligabetriebs erstmals drei statt wie bisher zwei Wochen dauerte, dürfte bei zahlreichen Trainern für Unmut gesorgt haben. Auch BVB-Cheftrainer Niko Kovac kritisierte die Länge der Pause: „Diese vier Spiele waren für mich definitiv zu viel. Die Pause war zu lang“.
Werder-Coach Thioune mit Seitenhieb gegen Rangnick
Bei der Pressekonferenz des SV Werder Bremen am Donnerstag zeigte Thioune Verständnis für seinen Kollegen. „Wenn ich Trainer von Borussia Dortmund wäre, würde ich ähnlich kommunizieren“, sagte der 51-Jährige laut einem „Bild“-Bericht und ergänzte: „Ich kann die Kritik von Niko Kovac absolut nachvollziehen, das Thema trifft uns in der Gänze und Härte aber nicht so wie ihn. Bei uns ist das ein bisschen differenzierter.“
Dennoch hätte sich Thioune mehr Spielpraxis für seine Profis gewünscht. „Leider war es so, dass unsere Spieler nicht so viel Spielzeit eingesammelt haben, somit fehlt natürlich ein bisschen der Rhythmus“, erklärte der Werder-Coach. Indirekt übte er damit auch Kritik an der Einsatzplanung von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick.
Friedl und Grüll sammelten nur wenig Einsatzzeit
Exemplarisch verwies Thioune auf die drei österreichischen Werder-Spieler. Während Torhüter Alexander Schlager in zwei Partien zwischen den Pfosten stand, kam SVW-Kapitän Marco Friedl in vier Länderspielen nur einmal zum Einsatz – und wurde dabei erst in der 79. Minute eingewechselt.
Marco Grüll stand immerhin in zwei Begegnungen auf dem Platz und sammelte insgesamt 73 Spielminuten.
Entsprechend hätte Thioune die Länderspielpause lieber genutzt, um mit seinem gesamten Kader am Osterdeich zu arbeiten. „Die Zeit war sehr lang, es hätte uns natürlich geholfen, mit dem kompletten Kader hier vor Ort spielen zu können“, sagte der Trainer. Er schränkte jedoch zugleich ein: „Ich nehme die Dinge so, wie sie sind, ich werde sie nicht verändern können.“








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