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Bericht: Trainer-Legende Arsene Wenger soll Herausforderer von FIFA-Boss Infantino werden

Tips LogoManuel Tonezzer, 13.10.2026 11:03

RABAT/MAROKKO. Für die FIFA-Präsidentenwahl im März 2027 könnte sich ein überraschendes Duell anbahnen. Ausgerechnet ein ehemaliger Arsenal-Trainer wird als möglicher Herausforderer von Amtsinhaber Gianni Infantino gehandelt.

Arsene Wenger fungiert bei der FIFA aktuell als als Direktor für globale Fußballförderung. Foto: APA-Images / REUTERS / ARND WIEGMANN

Vor der FIFA-Präsidentenwahl im kommenden März könnte es zu einem überraschenden Duell kommen. Laut einem Bericht der britischen Zeitung „The Times“ wird Arsene Wenger als möglicher Herausforderer von Amtsinhaber Gianni Infantino gehandelt.

Demnach prüfen Kritiker der Führung Infantinos, ob der langjährige Trainer des FC Arsenal bei der Wahl am 18. März 2027 in Rabat antreten könnte.

Die Frist für die Einreichung der Kandidaturen endet bereits am 18. November. Wenger selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu möglichen Ambitionen auf das Präsidentenamt geäußert.

Der 76-jährige Franzose ist seit 2019 für die FIFA tätig. Damals wurde er zum Leiter der Abteilung für globale Fußballentwicklung ernannt. Dass ausgerechnet Wenger nun als möglicher Gegenkandidat ins Spiel gebracht wird, ist auch vor dem Hintergrund der wachsenden Kritik an Infantinos Führung interessant.

Wenger distanzierte sich von FIFA-Projekt

Für zusätzliche Spekulationen sorgt Wengers Haltung zu einem umstrittenen Vorhaben der FIFA. Im August hatte sich der Franzose von der geplanten FIFA Forward Enterprise distanziert.

Das Projekt sah vor, private Investoren an einer neuen kommerziellen Gesellschaft zu beteiligen, die mit FIFA-Wettbewerben, darunter der Weltmeisterschaft, verbunden sein sollte. Nach heftiger Kritik wurde der Plan schließlich aufgegeben.

Wenger betonte damals, an der Ausarbeitung des Vorhabens nicht beteiligt gewesen zu sein. Die Entscheidung, das Projekt zurückzuziehen, bezeichnete er als „absolut notwendig und über jeden Zweifel erhaben““. Zudem unterstrich er seine Überzeugung, dass die FIFA transparent und integer handeln müsse.

UEFA fordert einen Führungswechsel

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) erhöht den Druck auf die FIFA-Spitze. Bei einem Treffen der 55 Mitgliedsverbände in Berlin sprachen sich die Vertreter für einen Präsidenten mit ausgewiesener Fußballkompetenz, internationalem Ansehen und einem klaren Bekenntnis zu Reformen, Integrität und Unabhängigkeit aus.

Zugleich machte die UEFA deutlich, dass strukturelle Veränderungen allein nicht ausreichen würden – auch an der Spitze der FIFA brauche es einen Wechsel.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin wird allerdings nicht selbst gegen Infantino antreten. Der Slowene bestätigte erst vergangene Woche, dass er bei der Wahl im April 2027 für eine weitere Amtszeit als UEFA-Präsident kandidieren möchte.

Damit fällt einer der prominentesten Namen weg, die zuletzt als mögliche Herausforderer Infantinos gehandelt worden waren.

Infantino erhält Unterstützung aus Afrika

Trotz der Diskussionen um mögliche Gegenkandidaten bleibt Infantino ein aussichtsreicher Bewerber für eine weitere Amtszeit. Rückenwind erhielt der amtierende FIFA-Präsident zuletzt aus

Afrika. CAF-Präsident Patrice Motsepe erklärte zuletzt, dass sich alle 54 afrikanischen Mitgliedsverbände auf eine „bedingungslose Unterstützung“ Infantinos bei der Wiederwahl verständigt hätten. Damit kann der 56-Jährige auf die Stimmen von mehr als einem Viertel der insgesamt 211 FIFA-Mitgliedsverbände hoffen.

Ex-Spurs-Verteidiger will als FIFA-Präsident kandidieren

Mit Ramon Vega hat Infantino bereits einen öffentlich erklärten Herausforderer. Der frühere Schweizer Nationalspieler und Tottenham-Verteidiger kündigte in dieser Woche an, für das Präsidentenamt kandidieren zu wollen. Ob er tatsächlich auf dem Stimmzettel stehen wird, ist allerdings noch offen. 

FIFA-Kandidaten müssen die geltenden Zulassungsvoraussetzungen erfüllen und von mindestens fünf Mitgliedsverbänden unterstützt werden.

Bis zum Ende der Nominierungsfrist am 18. November dürfte sich das Kandidatenfeld weiter konkretisieren. Ob Wenger tatsächlich in den Wahlkampf einsteigt, bleibt abzuwarten. 


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