Drama: Adoptivsohn (34) soll Mutter (64) vergiftet haben
SAN DIEGO/USA. Eine 64-jährige Frau verschwindet spurlos, Monate später werden ihre sterblichen Überreste auf dem Grundstück ihres Adoptivsohnes entdeckt. Die Ermittler vermuten ein Verbrechen aus Habgier: Der 34-Jährige soll seine Mutter mit einer tödlichen Dosis Fentanyl vergiftet haben, um an ihr Vermögen zu gelangen.

Berichten zufolge erkrankte die Frau im August 2023 an Krebs. Ihr Adoptivsohn zog daraufhin bei ihr ein, angeblich um sie zu pflegen. Zuletzt wurde sie am 14. Jänner 2024 bei einer Chemotherapie gesehen. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie zwischen dem 14. und 17. Jänner getötet wurde. In diesem Zeitraum soll der Mann bereits Bekannten erzählt haben, dass seine Mutter nicht überleben werde und eingeäschert werden wolle. Einer Mitarbeiterin soll er später mitgeteilt haben, die Frau sei in Mexiko gestorben.
Verdacht auf Erbschaftsbetrug
Misstrauisch wurden andere Pflegegeschwister, als der 34-Jährige keinen Totenschein vorlegen konnte. Im Juni 2024 meldeten sie die Frau als vermisst und wiesen auf verdächtige Finanztransaktionen hin.
Laut Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte die Vollmacht über die Finanzen seiner Mutter erlangt und drei ihrer Immobilien auf sich übertragen haben. Zudem soll er Geld von ihren Konten abgezogen und eine weitere Immobilie mit mutmaßlich unrechtmäßig erlangten Mitteln gekauft haben. Der Schaden soll insgesamt mehr als 500.000 US-Dollar betragen.
Leiche auf Grundstück entdeckt
Im Juli 2025 fanden Ermittler die sterblichen Überreste der Frau auf dem Grundstück des Mannes in Valley Center bei San Diego. Die Leiche war in ein Bettlaken gewickelt und in einem Erdloch rund 27 Meter vom Wohnhaus entfernt vergraben.
Die Ermittler vermuten, dass das Grab bereits am 16. Jänner 2024 ausgehoben worden war. Eine toxikologische Untersuchung ergab später eine tödliche Vergiftung durch Fentanyl beziehungsweise Acetylfentanyl. Der Tod wurde als Tötungsdelikt eingestuft.
Weitere Verdächtige und Festnahme
Im Zuge der Ermittlungen kam auch eine mutmaßliche Identitätsfälschung ans Licht. Eine Frau soll sich nach dem Tod der 64-Jährigen als diese ausgegeben haben, um im Mai 2024 den Adoptivsohn unter dem Namen der Verstorbenen zu heiraten. Auch gegen einen Notar wurden Vorwürfe im Zusammenhang mit mutmaßlich gefälschten Dokumenten erhoben.
Der 34-Jährige wurde am 20. Oktober 2026 festgenommen. Bei einer Verurteilung wegen Mordes ersten Grades droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung. Die formelle Anklageverlesung wurde auf den 5. November verschoben. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.







