Tragödie auf Baustelle: Zwei Arbeiter sterben
GRONAU/DEUTSCHLAND. Bei einem schweren Baustellenunglück im deutschen Nordrhein-Westfalen sind zwei Bauarbeiter ums Leben gekommen. Die Männer im Alter von 44 und 46 Jahren wurden von einstürzenden Betontreppen erfasst.

Zwei weitere Arbeiter erlitten Verletzungen. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist noch unklar.
Betontreppen stürzen plötzlich ein
Der Unfall passierte am Donnerstag, 29. Oktober, gegen Mittag auf der Baustelle des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in Gronau. Dort wird das Schulgebäude erweitert. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren Arbeiter damit beschäftigt, vorgefertigte Betontreppen mit einem Kran in einen Treppenschacht zu heben und zu montieren.
Während der Arbeiten stürzten plötzlich bereits montierte Treppenteile ein. Für zwei Bauarbeiter kam jede Hilfe zu spät. Die beiden Männer aus Osnabrück waren 44 und 46 Jahre alt. Ein 54-Jähriger aus Rheine und ein 28-Jähriger aus Hamburg wurden verletzt. Nach ersten Angaben bestand bei ihnen keine Lebensgefahr.
15 Arbeiter auf der Baustelle
Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich insgesamt 15 Menschen auf der Baustelle. Elf weitere Arbeiter blieben unverletzt. Einsatzkräfte kümmerten sich um die Verletzten und sicherten den betroffenen Bereich. Auch Notfallseelsorger waren im Einsatz, um die Betroffenen zu betreuen.
Die Bergungsarbeiten und die Identifizierung der beiden Todesopfer wurden am Donnerstagabend abgeschlossen. Da aktuell Herbstferien sind, waren während des Unfalls weder Schüler noch Lehrkräfte vor Ort.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Warum die schweren Betontreppen einstürzten, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft untersuchen den Vorfall gemeinsam mit dem zuständigen Amt für Arbeitsschutz. Dabei muss unter anderem geklärt werden, ob ein Treppenteil beim Anheben mit dem Kran abstürzte oder die bereits montierte Konstruktion zusammenbrach.
Das Baustellengelände sollte nach damaligem Stand ab Montag, 2. November, wieder freigegeben werden. Die genauen Umstände des tödlichen Arbeitsunfalls waren zunächst weiterhin unklar.







