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Online Redaktion, 03.07.2018 11:03

OFTERING. Die Gewinner des Geschichtenwettbewerbs von Tips und OÖ Familienbund stehen fest. Die besten acht Geschichten werden nun in Tips veröffentlicht. So auch der Beitrag von Franz Foune aus Oftering.

Franz FouneFoto: Gabriele Eder
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„Lesen ist ein großes Wunder“, wusste schon die berühmte österreichische Erzählerin und Novelistin Marie von Ebner-Eschenbach. Beim Lesen werden fremde Welten erkundet, Wunder wahr und fantastische Geschichten lebendig. Doch nicht nur das Lesen zieht Groß und Klein in seinen Bann. Genauso spannend kann auch das Schreiben sein. Daher veranstalteten der OÖ Familienbund und Tips auch dieses Jahr wieder ihren Geschichtenwettbewerb. Erhard Dietl – Autor von „Die Olchis“ – hatte einen spannenden Geschichtenanfang verfasst. Kreative Kids konnten dazu eine Fortsetzung schreiben und an den OÖ Familienbund senden. Die besten acht wurden bei der Preisverleihung am Freitag, 29. Juni in Linz ausgezeichnet. „Es ist eine Freude, mit welcher Begeisterung Kinder an das Geschichtenschreiben herangehen. Die mehr als 100 eingereichten Arbeiten belegen dies deutlich. Ein großes Lob auch an die Familien und Pädagogen, die die jungen Talente fördern und die Lust am Schreiben in ihnen wecken“, freut sich OÖ Familienbund-Landesobmann Bernhard Baier.

„Die geniale Erfindung“ von Franz Foune

Der Anfang der Geschichte...

von Erhard Dietl

Toni schleppte seine Kiste die steile Kellertreppe hinauf. Seine Eltern schliefen schon seit einer Stunde. Die Nacht war dunkel und heute war es endlich so weit. Toni trug die Kiste quer durch den Garten und stellte sie ganz hinten bei den Büschen ab. Wie verabredet sah er Niki am Zaun stehen. „Komm rüber!“, zischte ihr Toni zu. „Aber sei leise!“ Niki kletterte über den Zaun. „Na, dann zeig mal, Professor“, kicherte sie. „Bin schon gespannt!“ „Du musst mir leuchten“, sagte Toni und gab ihr eine Taschenlampe. Er rückte seine Brille zurecht und klappte die Kiste auf. „Oh Mann“, flüsterte Niki. Vor ihnen lag Tonis geniale Erfindung...

...die Fortsetzung

von Franz Foune

...“Oh mein Gott, was, was, was ist denn das?!“, stotterte Niki. „Das ist mein Krankheitsheiler – Essenskocher – Süßigkeitenhersteller – Haustierkäufer 3056!“, antwortete Toni. „Er ist aus sehr empfindlichen Materialien, die hoch explosiv sind. Zum Glück können diese Mikrostromzellen nicht so leicht explodieren, denn mein spezielles Kraftfeld schützt sie vor dem Helium fünf, der stärksten Energiequelle der Welt. Das Tollste ist, sie kann sprechen!“, rief Toni sehr stolz. Niki fragte: „Muss ich ihr einfach sagen, was ich will, und sie erfüllt es mir gleich?“ „Genau!“, erwiderte Toni. Toni fragte: „Niki, wolltest du nicht schon immer einen Hamster haben?“ „Ja“, antwortete Niki, „aber meine Eltern kaufen einfach keinen.“ Da drückte Toni auf zwei Knöpfe der Maschine und schob einen Hebel nach vorne, und wer hätte das gedacht, es kam ein Rohr heraus und Toni flüsterte hinein: „Bitte Maschine, ein Hamster für Niki!“ „Ok“, dröhnte die Maschine. „Was war denn das?“, fragte Niki. „Die Maschine“, antwortete Toni und hielt ihr Hamster, Käfig und Hamsterfutter hin. Erstmal sagte Niki gar nichts, doch dann rief sie zehnmal: „Danke!“ Doch sie musste den Hamster gut verstecken, denn was sollte sie machen, wenn die Eltern den Hamster sehen? Toni kannte das beste Versteck. Es war in der großen Höhle am Spielplatz. Aber nicht in der Höhle, sondern in einer kleineren Wölbung, wo eine dünne Felsplatte davor war. Dorthin brachten sie den Käfig mit dem Hamster. Dann gingen sie wieder nach Hause und ins Bett. In der Schule nach den ersten Stunden hatten sie in der Pause Ärger mit dem gemeinen Finn und den Killern. Die Killer waren die Gang von Finn und die hießen Günter, Kevin und Stuart. Weil Finn wahrscheinlich die Süßigkeiten gesehen hatte, die Toni und Niki sich in der Früh aus der Maschine gewünscht hatten, brüllte Finn Niki und Toni an: „Raus mit den Süßigkeiten, sonst zerquetsche ich euch wie Fliegen!“ Darauf rückten sie die Süßigkeiten raus und sie rannten davon, um etwas zu besprechen. Toni erklärte: „Wir wissen jetzt schon, dass sie uns Haustiere geben kann und Süßigkeiten herstellen kann. Jetzt müssen wir nur noch rauskriegen, ob sie Krankheiten heilen und Essen kochen kann.“ „Ja“, antwortete Niki und dann war die Pause aus. Die letzten drei Stunden hatten sie Sachunterricht, Werken und Turnen. Als das alles vorbei war, gingen sie nach Hause und machten Hausaufgaben. Dann gab es Mittagessen, und die zwei Freunde meinten: „Mama und Papa denken, wir spielen draußen, doch wir spielen nicht, wir probieren aus, ob die Maschine Pizza machen kann.“ Und wie verabredet trafen sie sich am Zaun und bestellten sich Pizza. Doch plötzlich bekam Niki Bauchweh und legte sich ins Gras. Das war die Gelegenheit, sofort probierte Toni das Krankheitsheilen der Maschine aus. Er drückte zweimal am gelben Knopf und einmal auf den grünen Knopf und siehe da: Nikis Schmerzen waren verflogen. Stolz meinte Toni: „Was braucht man mehr als eine Supermaschine und eine gute Freundin?“ Die Maschine funktionierte in allen Bereichen, die Toni erfunden hatte. Sehr zufrieden gingen der kleine Erfinder und seine Freundin zum Hamster in die Höhle und spielten mit ihm.


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