OÖ. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwohl und sind wichtiger Teil einer lebendigen Zivilgesellschaft: Jedes Jahr absolvieren mehr als 670 junge Menschen ihren Zivildienst im OÖ. Roten Kreuz. Neun Monate, die Sinn machen und Zivildiener mit persönlichen Mehrwerten belohnt, die sie im Berufs- und Privatleben gewinnbringend einsetzen können. Doch es wird immer schwieriger, noch offene Stelle zu besetzen. So gibt es für den Juli-Turnus noch freie Restplätze.

„Ich möchte Menschen helfen und mich für unsere Gesellschaft engagieren“, sagt Benjamin Gangl. Seit November leistet der 20-Jährige Zivildienst im OÖ. Roten Kreuz. „Es ist eine sinnvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit. Mir gefällt der Kontakt mit Menschen und ich lerne viel für mein Privat- und Berufsleben“, erzählt er. Nach dem Zivildienst will sich Benjamin auch weiter freiwillig im OÖ. Roten Kreuz engagieren. Beruflich will er in der Pflegebranche tätig werden.
Wer Zivildienst leistet, engagiert sich aktiv für eine solidarische Zivilgesellschaft. Jährlich entscheiden sich rund 670 junge Menschen, diesen Dienst an der Gemeinschaft im OÖ. Roten Kreuz zu absolvieren. Die jungen Männer sind hauptsächlich im Rettungsdienst tätig. In ihren Einsätzen stärken Zivildiener ihre Teamfähigkeit und übernehmen Verantwortung. Nach einer zwei Monate dauernden Ausbildung gelten sie als vollwertige Rettungssanitäter.
„Menschen, die sich für andere einsetzen, sind meist auch im späteren Arbeitsleben besonders aktiv und verantwortungsbewusst“, erklärt Aichinger Walter, Präsident des OÖ. Roten Kreuzes.
Zivildienst: Bewährtes Modell seit 45 Jahren
Das Engagement im OÖ. Roten Kreuz verleiht Zivildienern zusätzlich die Fähigkeit, im Fall der Fälle richtig Erste Hilfe leisten zu können. Seit Februar 1975 bildet das OÖ. Rote Kreuz Zivildiener aus. Rund 80 Prozent von ihnen bleiben der landesweit größten humanitären Hilfsorganisation danach als freiwillige Mitarbeiter weiter treu. Diese Verbundenheit zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der jungen Männer ihren Zivildienst als positiv, sinnstiftend und bereichernd erlebt. „Auch unsere Bevölkerung profitiert vom Zivildienst“, weiß Aichinger.
Demografischer Wandel ist eine große Herausforderung
Die Menschen werden zunehmend älter, die Zahl junger Menschen geht sukzessive zurück. Der demografische Wandel ist auch im OÖ. Roten Kreuz angekommen. „Es wird immer schwieriger, die offenen Zivildienststellen zu besetzen“, verrät der Rotkreuz-Präsident. Wenn Zivildiener fehlen, würde das österreichische Sozialsystem massiv teurer werden. In vielen Bezirken gibt es für den Juli-Termin noch freie Plätze.
„Zivildiener sind ein wichtiges Bindeglied in unserem engmaschigen Netzwerk der Hilfe. Dank ihnen sind wir an 365 Tagen pro Jahr überall sofort zur Stelle. Zivildiener erhöhen die Qualität unseres Rettungssystems, welches den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht“, schließt Aichinger.


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