Aktuelle Zahlen zum Corona-Virus: 1.132 Personen in Oberösterreich aktuell erkrankt (Update: 7. April, 8 Uhr)

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Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 07.04.2020 09:08 Uhr

LINZ/OÖ. Die Zahl der aktuell an Covid-19 erkrankten Personen in Oberösterrich nimmt weiter ab. Mit Stand 7. April, 8 Uhr, gelten 1.132 Personen in Oberösterreich aktuell an Covid-19 erkrankt. Tags zuvor, Stand 17 Uhr, waren es noch 1.205 Personen. Insgesamt gibt es bislang 1.974 positiv getestete Fälle.

Gerade jetzt vor Ostern appellieren die Experten nochmals, auf Feiern und Ausflüge zu verzichten, aber auch in den Naherholungsbereichen der Städte größere Ansammlungen zu vermeiden und die entsprechenden Abstände einzuhalten.

Die aktuellen Fälle und gesamten Fälle verteilen sich wie folgt auf die Bezirke, angegeben in Gesamtzahl/aktuell erkrankt:

Linz-Stadt 273/152

Steyr-Stadt 42/33

Wels-Stadt 57/28

Braunau 90/76

Eferding 41/29

Freistadt 100/49

Gmunden 60/40

Grieskirchen 63/49

Kirchdorf 35/19

Linz-Land 183/108

Perg 239/122

Ried 30/10

Rohrbach 129/55

Schärding 49/28

Steyr-Land 143/96

Urfahr-Umgebung 266/152

Vöcklabruck 100/53

Wels-Land 74/33

Die aktuellen Zahlen ergeben sich aus der Gesamtzahl der positiv Getesteten abzüglich Genesener und Verstorbener.

In Quarantäne befinden sich laut Zahlen des Landes aktuell 4.898 Personen. 94 Personen werden im Spital behandelt, 31 Erkrankte befinden sich auf der Intensivstation. 23 Personen sind in Oberösterreich verstorben, zuletzt ein 59-jähriger Mann mit Vorerkrankungen aus dem Bezirk Vöcklabruck (Salzkammergut-Klinikum), ein 80-jähriger Mann aus Linz (Kepler Universitätsklinikum) und ein 61-jähriger Linzer.

Ab wann man als genesen gilt, kann hier nachgelesen werden.  

Alten- und Pflegeheime, Stand 6. April

Im Bezirksseniorenwohnheim Bad Hall wurde eine Mitarbeiterin positiv getestet, alle Bewohner des betroffenen Wohnbereichs und alle Mitarbeiter mit Kontakt werden getestet. Der betroffene Wohnbereich wurde vom restlichen Haus abgeriegelt.

Im Bezirksseniorenheim Pregarten sind alle Tests abgeschlossen und alle negativ.

In den Linzer Seniorenheimen Hillingerheim sowie Seniorenzentrum Dornach-Auhof gibt es keine weiteren positiven Fälle. Gestet wurde im Seniorenzentrum Dornach-Auhof, nachdem ein Zivldiener positiv getestet wurde.

Insgesamt sind derzeit 33 Bewohner sowie 51 Mitarbeiter in 27 Alten- und Pflegeheimen in Oberösterreich von COVID 19 betroffen.

Situation in Spitälern, Stand 6. April

Die Situation in den Spitälern ist mit 6. April folgende: Es ist keine Station mehr geschlossen, die Gerontopsychiatrie am Kepler Universitätsklinikum wurde am 6. April wieder geöffnet. 35 Stationen/Abteilungen werden in den 15 Spitälern vorgehalten, um Räumlichkeiten zu haben, wenn die Zahl der Covid-Patienten ansteigt.

Beim Krankenhauspersonal (gesamt knapp 27.000 Personen) werden derzeit 7,1 Prozent krankheitsbedingte Ausfälle (alle Erkrankungen, inklusive Covid-Erkrankte bzw. Covid-positiv Getestete und in Quarantäne befindliche Kontaktpersonen) verzeichnet. 

 

Krisenstab aktiviert

Mit 11. März hat der Krisenstab des Landes Oberösterreich seine Arbeit aufgenommen, „um vor allem die Informationskette im Interesse aller Beteiligten, aber auch im Interesse unserer Bevölkerung bestmöglich zu organisieren“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer, damit garantiere man rund um die Uhr Verfügbarkeit und Informationsaustausch.

„Die Maßnahmen der Bundesregierung greifen in unser Alltagsleben ein, daher ist es besonders wichtig, dass die Informationskette lückenlos läuft. Wir sind bestens aufgestellt“, ergänzt Stelzer, in dessen Zuständigkeit die Organisation des Krisenstabes fällt. Als organisatorisches Gremium arbeitet der Krisenstab der Gesundheitsabteilung zu, bei der aufgrund des Epidemiegesetzes die behördliche Zuständigkeit liegt.

Der Krisenstab ist besetzt mit Mitarbeitern aus dem Krisen- und Katastrophenschutzmanagement, aber auch aus anderen Abteilungen der Landesregierung. „Wir sind dazu da, um die Abteilung Gesundheit zu unterstützen. Vor allem im Bereich der Information und Kommunikation ist das jetzt notwendig“, erklärt Alois Hochedlinger als Leiter der Stabsarbeit. So wurde bereits noch in der Nacht der Erlass des Bundes umgesetzt, was die Verordnungen betreffend Versammlungen und Veranstaltungen betrifft. „Das heißt heute in der Früh haben alle Bezirkshauptmannschaften bereits ihre Verordnungen kundgemacht und versendet, sodass wir heute mit einem rechtlicher Status ordentlich starten konnten“, so Hochedlinger. Die Mitarbeiter des Krisenstabs sind derzeit von 8 bis 20 Uhr im Einsatz. Es gibt eine Rufbereitschaft.

Sensibilisierung oberstes Gebot

„Wir versuchen, die Bevölkerung zu sensibilisieren und zu informieren“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, die im gleichen Zug erneut auf die Gesundheitsnummer 1450 verweist und darauf eine gewisse Distanz zu wahren. „Jeder muss sich fragen, welche Besuche in welchen Einrichtungen wirklich notwendig sind. Es ist wichtig, dass man auf sich selbst schaut, aber insbesondere auch auf seine Mitbürger und was man selbst zum Schutz der anderen betragen kann.“

Landeshauptmann verweist auch darauf, die Behördengänge zu den öffentlichen Dienststellen des Landes auf das allernötigste einzuschränken. „Wir haben ein umfassendes Online-Angebot und eine App, mit der man sehr vieles von Zuhause abwickeln kann.“

Für Palmisano kommt die Botschaft erfreulicherweise bereits an. „Ich habe heute früh mitbekommen, wie eine Mutter ihre Tochter beim Bus noch daran erinnert hat, sich die Hände zu waschen. Das finde ich sehr vorbildhaft, denn das ist genau das, was wir uns von der Bevölkerung wünschen.“

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Kommentare

  1. Rudolf
    Rudolf05.04.2020 04:37 Uhr

    Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona Virus - Ich finde es bedenklich, dass in unserem so demokratischen Land die Maßnahmen sofort mit einem Verbot belegt und wir nicht wie in Schweden "gebeten" wurden, diese bitte zu befolgen. Auch dass unsere Grundrechte quasi in Stunden ausser Kraft gesetzt wurden. Damit haben sich unsere Politiker als Demokraten selbst disqualifiziert. Es hat meinem Wissen nach keine Volksbefragung über diese Maßnahmen gegeben. Auch ist mir nicht bekannt, dass es vorher interdisziplinäre Expertenrunden gegeben hätte, man hört anscheinend nur einseitig auf medizinische Experten. Ich sehe dies nicht alleine so, denn von allen Seiten flammt schon Kritik über dieses (undemokratische) Vorgehen, auch den unreflektiert getroffenen Maßnahmen, auf. Deshalb fühle ich mich in der jetzigen Situation sehr unwohl und frage mich stärker denn je, ob ich noch in einem demokratischen Land oder einer Scheindemokratie, die immer mehr zu einer Diktatur abdriftet, lebe.

  2. Max
    Max23.03.2020 20:30 Uhr

    Corona - Meine Frau arbeitet in einem Altenheim, sie hatte jetzt am Wochenende einige Symptome wie Kopfschmerzen, Druck auf der Brust, Halsschmerzen, Durchfall. Heute hat sie den Hausarzt kontaktiert, der ihr sagte sie sollte 1450 anrufen. Sie wurde jetzt von einem Arzt zurück gerufen. Der Arzt meinte es sprechen zwar einige Symptome dafür, dass meine Frau bzw. Wir alle Corona haben aber sie wird nicht getestet, weil sie in keinem Krisengebiet war und keinen bestätigten Kontakt zu einem Corona Fall hatte. Für mich ist das unverständlich und eine reine Verarsche von uns Bürgern.

    • Bibi24.03.2020 06:40 Uhr

      Corona - Das ist eine Frechheit und absolut verantwortungslos, auch gegenüber genau jenen, die vor Corona so dringend geschützt werden müssen, also den „Alten“. Eine flächendeckende Testung wäre toll, zumindest sollten eben all jene getestet werden, die für die Aufrechterhaltung des Systems sorgen. Und die, die schon Symptome aufweisen!

    • TOM31.03.2020 21:13 Uhr

      Kein Test - Meine Frau und ich hatten das selbe Problem. Wir hatten div. Symptome, aber getestet wurden wir auch nicht, da wir in keinem Krisengebiet waren. Ist das Krisengebiet inzwischen nicht überall? Wir sind auch sehr enttäuscht über die Vorgehensweise!!! Unverantwortlich sowas!

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