Zahl der Infizierten in Oberösterreich nur leicht auf 1.315 gestiegen (Update: 30. 3., 17 Uhr)

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Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 30.03.2020 17:42 Uhr

LINZ/OÖ. Nur leichte Steigerungen zeigen die aktuellen Zahlen des Landes OÖ bei den Corona-Infizierten. Meldete das Land heute mit Stand 13 Uhr 1.309 Fälle, ist die Zahl mit Stand 17 Uhr nur kaum - auf 1.315 Fälle - gestiegen. Vorne weg der Bezirk Perg mit 195 Erkrankten. Am Ordensklinikum Linz Elisabethinen ist am Sonntag eine 49-jährige Patientin mit Zusatzbefund COVID-19 verstorben, auch die Stadt Linz meldete, dass ein 61-Jähriger zu Hause verstorben sei.

Die 1.315 Patienten verteilen sich wie folgt auf die Bezirke:

Linz-Stadt 155

Steyr-Stadt 23

Wels-Stadt 41

Braunau 42

Eferding 26

Freistadt 71

Gmunden 43

Grieskirchen 33

Kirchdorf 28

Linz-Land 104

Perg 195

Ried 14

Rohrbach 87

Schärding 40

Steyr-Land 104

Urfahr-Umgebung 177

Vöcklabruck 79

Wels-Land 53

In Quarantäne befinden sich laut Zahlen des Landes aktuell 5.913 Personen, nach 6.024 zu Mittag. 133 Personen werden im Krankenhaus betreut, 23 auf der Intensivstation. Neun Personen sind in Oberösterreich verstorben. 102 Personen wurden als wieder genesen gemeldet.

Ab wann man als genesen gilt, kann hier nachgelesen werden.

Krisenstab aktiviert

Mit 11. März hat der Krisenstab des Landes Oberösterreich seine Arbeit aufgenommen, „um vor allem die Informationskette im Interesse aller Beteiligten, aber auch im Interesse unserer Bevölkerung bestmöglich zu organisieren“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer, damit garantiere man rund um die Uhr Verfügbarkeit und Informationsaustausch.

„Die Maßnahmen der Bundesregierung greifen in unser Alltagsleben ein, daher ist es besonders wichtig, dass die Informationskette lückenlos läuft. Wir sind bestens aufgestellt“, ergänzt Stelzer, in dessen Zuständigkeit die Organisation des Krisenstabes fällt. Als organisatorisches Gremium arbeitet der Krisenstab der Gesundheitsabteilung zu, bei der aufgrund des Epidemiegesetzes die behördliche Zuständigkeit liegt.

Der Krisenstab ist besetzt mit Mitarbeitern aus dem Krisen- und Katastrophenschutzmanagement, aber auch aus anderen Abteilungen der Landesregierung. „Wir sind dazu da, um die Abteilung Gesundheit zu unterstützen. Vor allem im Bereich der Information und Kommunikation ist das jetzt notwendig“, erklärt Alois Hochedlinger als Leiter der Stabsarbeit. So wurde bereits noch in der Nacht der Erlass des Bundes umgesetzt, was die Verordnungen betreffend Versammlungen und Veranstaltungen betrifft. „Das heißt heute in der Früh haben alle Bezirkshauptmannschaften bereits ihre Verordnungen kundgemacht und versendet, sodass wir heute mit einem rechtlicher Status ordentlich starten konnten“, so Hochedlinger. Die Mitarbeiter des Krisenstabs sind derzeit von 8 bis 20 Uhr im Einsatz. Es gibt eine Rufbereitschaft.

Sensibilisierung oberstes Gebot

„Wir versuchen, die Bevölkerung zu sensibilisieren und zu informieren“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, die im gleichen Zug erneut auf die Gesundheitsnummer 1450 verweist und darauf eine gewisse Distanz zu wahren. „Jeder muss sich fragen, welche Besuche in welchen Einrichtungen wirklich notwendig sind. Es ist wichtig, dass man auf sich selbst schaut, aber insbesondere auch auf seine Mitbürger und was man selbst zum Schutz der anderen betragen kann.“

Landeshauptmann verweist auch darauf, die Behördengänge zu den öffentlichen Dienststellen des Landes auf das allernötigste einzuschränken. „Wir haben ein umfassendes Online-Angebot und eine App, mit der man sehr vieles von Zuhause abwickeln kann.“

Für Palmisano kommt die Botschaft erfreulicherweise bereits an. „Ich habe heute früh mitbekommen, wie eine Mutter ihre Tochter beim Bus noch daran erinnert hat, sich die Hände zu waschen. Das finde ich sehr vorbildhaft, denn das ist genau das, was wir uns von der Bevölkerung wünschen.“

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Kommentare

  1. Scott Licon
    Scott Licon27.03.2020 12:28 Uhr

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  2. Max
    Max23.03.2020 20:30 Uhr

    Corona - Meine Frau arbeitet in einem Altenheim, sie hatte jetzt am Wochenende einige Symptome wie Kopfschmerzen, Druck auf der Brust, Halsschmerzen, Durchfall. Heute hat sie den Hausarzt kontaktiert, der ihr sagte sie sollte 1450 anrufen. Sie wurde jetzt von einem Arzt zurück gerufen. Der Arzt meinte es sprechen zwar einige Symptome dafür, dass meine Frau bzw. Wir alle Corona haben aber sie wird nicht getestet, weil sie in keinem Krisengebiet war und keinen bestätigten Kontakt zu einem Corona Fall hatte. Für mich ist das unverständlich und eine reine Verarsche von uns Bürgern.

    • Bibi24.03.2020 06:40 Uhr

      Corona - Das ist eine Frechheit und absolut verantwortungslos, auch gegenüber genau jenen, die vor Corona so dringend geschützt werden müssen, also den „Alten“. Eine flächendeckende Testung wäre toll, zumindest sollten eben all jene getestet werden, die für die Aufrechterhaltung des Systems sorgen. Und die, die schon Symptome aufweisen!

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