LINZ. Am 11. März wurde aufgrund der Covid-19-Infektionen die Pandemie ausgerufen. Am selben Tag wurden im Landesdienst und auch in den Bezirken das Krisenmanagement eingerichtet, das mittlerweile seit 50 Tagen die Situation meistert.

„Wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Zeit, in der es riesige Herausforderungen zu bewältigen gab und noch geben wird. Dank des großen persönlichen Engagements der Mitwirkenden in den Krisenstäben des Landes, der Bezirksverwaltungsbehörden und der Einsatzorganisationen wurden viele gute und kreative Lösungen gefunden. Die Räder greifen gut ineinander, wenn es darum geht, die Bevölkerung zu schützen und Betroffenen zu helfen“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer.
Rund 70 Personen des Krisen- und Katastrophenschutzmanagements des Landes Oberösterreich bilden den Krisenstab, der im Landhaus tagt. Daneben waren in allen Bezirkshauptmannschaften weitere Krisenstäbe mit jeweils 20 bis 30 Personen im Einsatz. Landesbedienstete waren in Summe rund 420 in den Krisenstäben aktiv.
Neben bestmöglicher Information der Bevölkerung, der Beschaffung von Schutzausrüstung, der Koordinierung der Maßnahmen und Absprachen zwischen den Einsatzorganisationen geht es auch darum, Entscheidungsgrundlagen für die Mitglieder der Landesregierung zu erarbeiten, sieben Tage die Woche. Alleine im Bereich Beschaffung wurden um 62,3 Millionen Euro Masken, Mäntel, Handschuhe, Desinfektionsmittel, Beatmungsgeräte und vieles mehr organisiert.
Schutz von sensiblen Bereichen
Hohe Priorität hat derzeit immer noch der Schutz von besonders sensiblen Bereichen wie den Krankenhäusern. Dass die Maßnahmen hier erfolgreich waren, zeigt, dass in diesen Tagen lediglich drei Stationen aufgrund Covid-Fälle gesperrt werden mussten. Rund 35 Abteilungen und Stationen waren immer möglichen Covid-19-Patienten vorbehalten.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Alten- und Pflegeheimen, wo zeitnahe die ersten Besuche wieder gestattet werden können.
Durch striktes Kontaktpersonenmanagement und gezielte Testungen konnten die Covid-19-Infektionen in Schach gehalten werden.
Einsatzorganisationen gemeinsam im Dauerdienst
Alleine beim Roten Kreuz OÖ sind täglich zusätzlich rund 400 Mitarbeiter im Covid-Einsatz. Zusätzlich zu den sonstig üblichen Stunden wurden durch Einsatz-, Pflege- und Führungspersonal 107.980 Stunden geleistet. Die Gesundheitshotline 1450 verzeichnete rund 57.000 Anrufe. Proben von potentiell Erkrankten wurden fast 20.000 nur vom Roten Kreuz genommen.
Bei den oö. Feuerwehren gab es knapp 2.200 Einsätze in direktem Zusammenhang mit Covid-19 mit 7.200 Einsatzkräften und 26.422 Einsatzstunden.
Die Polizei unterstützt die Gesundheitsbehörden, ist bei den Grenzkontrollen sehr gefordert, führt Zug- und Verkehrskontrollen durch und steht mit speziellen Kompetenzteams parat, falls es zu Amtshandlungen mit Covid-Patienten kommen sollte. Bei den Grenzkontrollen gab es rund 31.500 Zurückweisungen bei rund 250.000 kontrollierten Personen, 133.000 Gesundheitschecks und 808 gesundheitsbehördliche Abweisungen. Dazu kommen im normalen Dienst aus dem Titel Corona rund 11.500 Abmahnungen und rund 4.000 Anzeigen.
Das Bundesheer ist derzeit mit 440 Soldaten im Assistenzeinsatz. Insgesamt wurden aus den Titeln „Sicherheitspolizeilicher Assistenzeinsatz“ und „Katastropheneinsatz“ knapp mehr als 150.000 Stunden geleistet.
„Ich danke allen beteiligten Einsatzorganisationen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ja auch oft freiwillig im Coronaeinsatz für Oberösterreich sind. Durch den unermüdlichen Einsatz tragen sie wesentlich dazu bei, dass unser Land die Krise gut meistert und an der Grundfeste gearbeitet werden kann, das soziale, wirtschaftliche, sportliche, kulturelle Comeback Oberösterreichs zu gestalten“, so Stelzer.


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