„Es geht bereits in die richtige Richtung“

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Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 24.03.2020 11:03 Uhr

LINZ/OÖ. Der Internist Holger Rumpold ist am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern im Einsatzteam Corona für die Abklärung und Isolierung der Covid19-Verdachtsfälle zuständig. Mit Tips spricht er über seine herausfordernde Arbeit in diesen Tagen.

Rumpold führt eines von mehreren Teams an, die in den vergangenen Wochen aufgrund der Corona-Krise hochgezogen wurden.

Das Fazit gerade der letzten Tage kann man in ein persönliches und ein fachliches trennen: „Persönlich ist es für mich schon sehr surreal, die Situation ist privat und beruflich eine große Herausforderung. Fachlich kannten wir die Krankheit ja nicht, sich da auf große Ereignisse einzustellen, ist nicht einfach. Wir müssen auch verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umgehen. Und nicht zuletzt ist nicht alles auch gleich Covid19 – es gibt etwa auch noch den normalen Herzinfarkt.“

Webinare mit Ärzten in China und Wien

In zahlreichen Webinaren mit chinesischen oder auch Wiener Ärzten wurden bereits wertvolle Erfahrungen ausgetauscht. „Diese kann man auch gut anwenden, das kann man schon sagen“, zieht der gebürtige Vorarlberger eine erste Bilanz.

Wer sich testen lassen will oder Symptome aufweist, der ist auf den Informationen auf der Website des Landes OÖ gut aufgehoben, betont der Mediziner: „Es ist ja auch extrem sinnvoll, zuhause zu bleiben und 1450 zu kontaktieren und nicht unnötig dorthin zu gehen, wo schon viele Menschen und womöglich auch Infizierte sind, etwa in Krankenhäuser.“

Den eingeschlagenen Weg der kontrollierten Infektion und der Einschränkungen kann Rumpold dabei nur unterstützen: „Fachlich sieht man, dass die Infektionsrate relativ betrachtet zurückgeht, es geht bereits in die richtige Richtung. Auch die Hygienemaßnahmen sind effektiv. Natürlich steht dem gegenüber auch die psychologische Belastung, wenn man lange zuhause bleiben muss.“

„Materialintensive“ Behandlungen

Die Behandlungen, die am Ordensklinikum im Zusammenhang mit Corona durchgeführt werden, bezeichnet Rumpold als „materialintensiv“: „Wir müssen ja alle Personen wie Infizierte behandeln und dementsprechend isolieren, bis rasch eine Abklärung erfolgt.“ Einen Schutzmaterial-Engpass habe er dabei aber noch in keiner Weise gespürt.

 

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