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Ausnahmesituation rückt Berufsgruppe im internationalen Jahr der Pflege ins Rampenlicht

Tips LogoThomas Leitner, 12.05.2020 07:43

BAD ISCHL/GMUNDEN/VÖCKLABRUCK. Zum Gedenken an Florence Nightingale, der Pionierin der modernen Gesundheits- und Krankenpflege, wird jedes Jahr an ihrem Geburtstag, dem 12. Mai, der Tag der Pflegenden begangen. Aus Anlass ihres 200. Geburtstags hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2020 nun zum weltweiten Jahr der Pflegenden erklärt.

Danielle Bilsky auf der Isolierstation im Klinikum Gmunden. Foto: OÖG
Danielle Bilsky auf der Isolierstation im Klinikum Gmunden. Foto: OÖG

Durch die Corona-Pandemie werden die umfangreichen Aufgaben der Pflegenden einmal mehr sichtbar: Noch nie waren die spezifischen Kompetenzen und das persönliche Engagement von Pflegefachpersonen von so immenser Bedeutung wie jetzt. Im Salzkammergut Klinikum stehen rund 1.200 Mitarbeiter aus dem Bereich der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege, der Pflegeassistenzberufe, Abteilungshilfen und Stationssekretärinnen im Einsatz, um den jährlich über 60.000 stationären und 450.000 ambulanten Patienten die beste pflegerische Versorgung zu bieten.

Corona-Krise zeigt Wichtigkeit der Berufsgruppe

Die Vielseitigkeit und die komplexen Anforderungen dieses Berufes wurden in den vergangenen Jahren auch durch die Aus- und Weiterbildung unterstrichen, die bis zum Fachhochschulniveau mit universitärem Abschluss reicht. Die Corona-Pandemie zeigt die Bedeutung dieser Berufsgruppe für ein funktionierendes Gesundheitssystem auf drastische Weise auf. „Unsere Mitarbeiter im Pflegebereich leisten einen enormen Beitrag, um unsere Patienten unter diesen erschwerten Bedingungen zu pflegen und zu begleiten. Besonders hervorzuheben ist die wertvolle Arbeit aller Pflegenden auf der Isolierstation und in den Akutbereichen. Die dortige Aufgabenstellung wurde durch die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen zur besonderen Herausforderung. Aber auch abseits von Corona gilt allen Mitarbeitern mein großer Dank für ihren täglichen, professionellen Einsatz unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen“, sagt Gabriele Meixner, Pflegedirektorin im Salzkammergut Klinikum.

Vertrauensperson hinter Schutzmaske und Visier

Aufgrund des in allen Kliniken geltenden Besuchsverbots stellen die Mitarbeiter der Pflege oftmals auch den wichtigsten sozialen Kontakt für die Patienten dar. „Wir sind die ersten Ansprechpersonen für Patienten. Weil sie ihre Ängste und Sorgen nicht mit Besuchern teilen können, erleben wir derzeit Freud und Leid noch intensiver. Wir versuchen, so gut es geht, Zeit für die kranken Menschen zu finden und so anstelle des fehlenden Besuchs für sie da zu sein. Denn eines ist klar: Die Patienten werden immer im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen“, erklärt die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie Leiterin der Isolierstation am Salzkammergut Klinikum Gmunden, Barbara Schmid.


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