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OÖ. Die Situation in den österreichischen Krankenhäusern ist angespannt. Patienten müssen auf Besuche verzichten, Angehörigen fällt es oft schwer Kontakt zu halten und Ärzte sowie das Pflegepersonal kommen an ihre Grenzen. Das Angebot der Krankenhausseelsorger ist daher umso wichtiger.

Die Krankenhausseelsorge in Corona-Zeiten ist intensiv, aber notwendig, meinen die Mitarbeiter. Eine von ihnen ist Christiane Roser, Referentin für Krankenhauspastoral in der Diözese Linz. (Foto: Diözese Linz)

Derzeit stellt die verordnete Distanz vor allem für kranke und insbesondere für sterbende Menschen sowie deren Angehörigen eine zusätzliche Belastung dar. Krankenhausseelsorger übernehmen Gespräche, Rituale und kommen auch als Vermittler zwischen Angehörigen und Patienten zum Einsatz. So werden zum Beispiel Videotelefonie-Vermittlungen zwischen Angehörigen und Patienten angeboten, Seelsorger übernehmen Besuche, richten schöne Grüße aus oder helfen Patienten mit Handys und Tablets, um mit ihren Angehörigen in Kontakt zu bleiben. Anders als im Frühling ist auch die Möglichkeit einer seelsorglichen Begleitung für Kranke und Sterbende rechtlich gewährleistet. Dabei sind strenge Hygieneregeln einzuhalten.

Soziale Isolation als Herausforderung

„Die derzeitige Situation ist schon viel intensiver als die Zeit ohne Covid. Es geht eindeutig mehr in die Tiefe und es geht mehr nahe. Aber es sind auch sehr bereichernde Einsätze und wir merken, es ist total wichtig, dass wir da sind“, führt Birgit Kopf aus. Sie leitet die Katholische Krankenhausseelsorge am Linzer Med Campus III. Dort gibt es aktuell elf isolierte Covid-19-Stationen, auf keine routinemäßigen Besuche der Seelsorger durchgeführt werden können. Für die Patienten sei das eine zusätzliche Belastung, berichtet Karin Hartmann, Leiterin der Krankenhausseelsorge am Klinikum Freistadt. „Die Patienten und Patientinnen leiden neben der Krankheit auch an der sozialen Isolation und an der Tatsache, dass sie nur von Personen mit Schutzkleidung behandelt werden“, sagt sie. Im Bedarfsfall dürfen Seelsorger aber auch auf Covid-19-Stationen. Das trifft etwa dann zu, wenn der Patient im Sterben liegt.

Hotline für belastete Mitarbeiter

Auch das Krankenhauspersonal ist derzeit außerordentlich gefordert. „Wenn man auf die Station kommt, dann fragt man auch die Menschen, die dort arbeiten, wie es ihnen geht“, schildert Kropf. Um die Mitarbeiter zu unterstützen, wurde in der Oberösterreichischen Gesundheitsholding bereits eine Hotline für belastete Mitarbeiter eingerichtet. Diese wird in Zusammenarbeit mit der Betriebs- und Arbeitspsychologie, der Klinischen Psychologie und der Krankenhausseelsorge betreut. Christiane Roser, Referentin für Krankenhauspastoral in der Diözese Linz, hält dieses Angebot für besonders wichtig und wegweisend: „Sich gegenseitig zu unterstützen, kollegial und kooperativ die jeweilige Expertise zur Verfügung zu stellen, halte ich für ein Gebot der Stunde“.

Herausfordernd ist die aktuelle Situation aber auch für die Seelsorger selbst. So können ehrenamtliche Mitarbeiter ihren Dienst nicht verrichten, wodurch die Teams reduziert sind. Oberösterreichweit sind 62 hauptamtliche Krankenhausseelsorger im Dienst, die eine den Standards der katholischen beziehungsweise evangelischen Kirche entsprechende theologische Ausbildung und eine Seelsorgeausbildung absolviert haben. Organisiert wird das Angebot auf katholischer Seite gemeinsam mit der Abteilung Pastorale Berufe der Diözese Linz und dem Fachreferat Krankenhauspastoral im Pastoralamt. In der evangelischen Kirche ist Pfarrer Herbert Rolle Diözesanbeauftragter und Ansprechpartner für Krankenhausseelsorge.

Die diensthabenden Krankenhausseelsorgern sind zu den Bürozeiten von 9 bis 16 Uhr an den unterschiedlichen Standorten zu erreichen.

 Standorte

Linz

Krankenhaus Barmherzige Brüder Linz : 0732 7897 21937

Ordensklinikum Linz Elisabethinen : 0732 7676 2892

KUK Med Campus III Linz (AKH) : 05 7680 83 1155

KUK Med Campus IV Linz (LFKK) : 05 7680 84 26900

KUK Neuromed Campus Linz: 05 7680 87 36900

Klinik Diakonissen Linz 0732 7657 255

Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern: 0732 7677 7790

UKH Linz: 05 9393 42 985 | Mo., Di., Mi. 14.00 – 16.00 Uhr persönlich, sonst Anrufbeantworter

Braunau

 Krankenhaus Braunau-St. Josef: 07722 804 8602

 

Freistadt

Klinikum Freistadt: 05 055476 26900

 

Ried

Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried/I.: 07752 602 93910

 

Rohrbach

Klinikum Rohrbach: 050 55477 26900

Schärding

Klinikum Schärding: 050 55478 26900

Steyr

Klinikum Pyhrn-Eisenwurzen, Standort Steyr: 050 55466 26900

 Steyr-Land

Krankenhaus Sierning, Kreuzschwestern: 07259 2142 17519

Kirchdorf

Klinikum Pyhrn-Eisenwurzen, Standort Kirchdorf: 050 55467 2699

 

Wels-Grieskirchen

 

Klinikum Wels-Grieskirchen, Standort Grieskirchen: 07248 601-6920

Klinikum Wels-Grieskirchen, Standort Wels: 07242 415 92505

 Vöcklabruck

Salzkammergut-Klinikum, Standort Vöcklabruck: 07672 700 36900

 

Bezirk Gmunden

Salzkammergut-Klinikum, Standort Bad Ischl: 0676 8776 1235

Salzkammergut-Klinikum Standort Gmunden: 050 554 73 26900

 

 


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