Schülervertreter fordern weniger Prüfungen
OÖ. Am 15. Februar starten die Schulen in Oberösterreich wieder mit Präsenzunterricht. Die Aktion Kritischer Schüler_innen (AKS) verfasste bereits zuvor einen Offenen Brief an Bildungsminister Heinz Faßmann, der auch unterstützt werden kann. Darin werden unter anderem Mitsprache und weniger Prüfungen im Schuljahr 2020/21 gefordert.

Schüler lernen seit fast einem Jahr immer wieder von zu Hause aus und sind regelmäßig mit Unsicherheiten konfrontiert. Die Öffnung der Schulen am 15. Februar ist mit Maßnahmen wie Schichtbetrieb und einer FFP2-Maskenpflicht in der Oberstufe verbunden. Um auf ihre Meinungen, aber auch Ängste zum Unterricht in Zeiten der Pandemie aufmerksam zu machen, schlossen sich viele Schüler und Schülervertreter wie Klassen-, Schul-, und Landesschulsprecher aus ganz Oberösterreich bei der AKS zusammen. Sie verfassten einen Offenen Brief an Bildungsminister Heinz Faßmann. „Egal, ob wir von Matura, E-Learning oder Ähnlichem sprechen: In jedem Bereich und bei jedem Thema, die Schule betreffend, hatten wir kein Mitspracherecht. Das mag in unserem Bildungswesen nichts allzu Neues sein, dennoch fordern wir in einer Bildungskrise wie dieser, wenigstens ein bisschen mehr Gehör zu erlangen“, heißt es darin.
Finanzielle Unterstützung für elektronische Geräte
Zusätzlich zum Mitspracherecht fordert die AKS weitere Maßnahmen, die Erleichterung im Schulalltag bringen sollen. Darunter sind etwa finanzielle Unterstützung beim Kauf elektronischer Geräte, verpflichtende Stoffkürzungen und weniger Prüfungen. So sollen im Sommersemester keine Schularbeiten oder Prüfungen in nicht-maturarelevanten Fächern für Maturierende sowie keine Koch- und Serviceprüfungen durchgeführt werden. Auch auf die mündliche Matura im Schuljahr 2020/21 soll laut AKS verzichtet werden.
Der ganze Brief der Schüler und Schülervertreter kann online gelesen werden. Wer hinter den Forderungen steht, kann den Brief auch mit seinem Namen unterstützen.
Nicht der erste Offene Brief
Dieser Offene Brief ist nicht der erste, den die AKS verfasst und an den Bildungsminister geschickt hat. Im April wurde in einem Offenen Brief unter anderem erläutert, dass es noch viele technische und soziale Hürden beim elektronisch unterstützten Lernen gebe. Außerdem wurde die Direktwahl der Landes- und Bundesschülervertretung gefordert. Der Brief konnte ebenfalls unterstützt werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden