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Tips Logo Online Redaktion, 18.08.2021 16:06

OÖ. Um die vierte Welle abzufedern, setzen sowohl Land als auch Bund auf niederschwellige Angebote. Doch auch Einschränkungen für Ungeimpfte könnten im Herbst kommen.

Symbolfoto (Foto: Anishka Rozhkova/Shutterstock.com)
Symbolfoto (Foto: Anishka Rozhkova/Shutterstock.com)

Die Zahl der mit Covid-Infizierten steigt derzeit im ganzen Land. Auch die Zahl jender die aufgrund einer Corona-Infektion hospitalisert werden müssen, liegt höher als im August des Vorjahres. Um eine vierte Welle möglichst abzufedern, setzt die öffentliche Hand derzeit auf die Impfung. „Die aktuelle Entwicklung der Zahlen ist ein Schuss vor den Bug“, betont Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander. „Das wirksamste Mittel im Kampf gegen die Pandemie bleibt aber weiterhin – die Impfung.“ Seit Juni ist eine Anmeldung für alle Oberösterreicher möglich. In den letzten Wochen stagniert die Zahl jener, die geimpft werden jedoch. Niederschwellige Impf-Angebote und Information sollen dagegen helfen. „Die Menschen brauchen verlässliche und gesicherte Informationen, auf die sie vertrauen können, um ihre persönliche Impfentscheidung treffen zu können“, betont Haberlander und stößt damit in das gleiche Horn wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Angesichts der sinkenden Zahlen an Impfwilligen wurden aber auch schon Einschränkungen für nicht geimpfte im Herbst diskutiert.

Einschränkungen möglich

Betonte am Sonntag der Gesundheitsminister noch, dass zwar über weitere Maßnahmen beraten werde, diese Diskussion derzeit noch zu früh sei, hat sich mittlerweile das Blatt gewendet: „Ich glaube, dass vor einer zunehmend prekärer werdenden epidemiologischen Lage im Herbst wir über 1G reden müssen - und ich kann mir das im Oktober durchaus vorstellen“, erklärt der Minister in der Zib. Davor müsse aber jeder die Gelegenheit gehabt haben, sich impfen zu lassen.

Ärztekammer begrüßt Diskussion

Auch die Ärztekammer OÖ sprach sich bereits für Einschränkungen für Ungeimpfte aus: „Man muss sich überlegen, ob der Zutritt zu gewissen Bereichen des öffentlichen Lebens nur für Geimpfte und Genesene erlaubt sein soll. Das gilt vor allem für jene Bereiche, die nicht zur Grundversorgung zählen“, so Peter Niedermooser, Präsident der Ärztekammer für OÖ. „Für Discos, Stadien oder Theater kann ich mir einen Zutritt nur für Geimpfte und Genesene vorstellen.“ Dieser Denkansatz müsse auch in Österreich erlaubt sein.


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