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Auch für Johnson&Johnson zweite Impfung empfohlen

Tips LogoKarin Seyringer, 30.09.2021 16:14

OÖ. War bislang bei der Covid-Impfung mit dem Impfstoff von Janssen (Johnson&Johnson) nur ein Stich vorgesehen, empfiehlt das Nationale Impfgremium nun auch hier eine zeitnahe zweite Impfdosis zur Auffrischung. Neu in den Empfehlungen ist auch: Bei Kinderwunsch ist eine Impfung ausdrücklich empfohlen.

 (Foto: Jo Panuwat D/Shutterstock.com)
(Foto: Jo Panuwat D/Shutterstock.com)

Aufgrund neuer Daten hat das Nationale Impfgremium die Anwendungsempfehlungen für die Covid-19-Schutzimpfung aktualisiert. Eine der wesentlichsten Änderungen ist, dass nun auch Personen, die mit dem Impfstoff von Janssen (Johnson&Johnson) einmalig geimpft wurden, zeitnahe eine weitere Impfdosis erhalten sollen. Laut jüngsten Daten liegt die Schutzrate bei zweifach geimpften Personen deutlich höher.

Für die zweite Impfung wird ein mRNA-Impfstoff (Moderna oder BioNTech-Pfizer) empfohlen und soll im Mindestabstand von 28 Tagen nach der Erstimpfung erfolgen. Mit der neuen Empfehlung gilt ab sofort, was bisher schon für die Impfstoffe von AstraZeneca, Pfizer und Moderna galt, auch für den als 1-Dosis-Schema zugelassenen Impfstoff von Johnson&Johnson.

In Oberösterreich besteht weiterhin das umfangreiche, niederschwellige Impfangebot, auch wenn durch die neue Empfehlung kurzfristig steigender Bedarf besteht, sei dieser gut abgedeckt.

Wo geimpft wird

Einerseits erfolgt die Impfung in aktuell knapp 900 Ordinationen im niedergelassenen Bereich. Für eine möglichst einfache Abwicklung können diese die benötigten Impfstoffe direkt bestellen. Zur besseren Planung wird in den meisten Ordinationen um eine vorherige Terminvereinbarung gebeten.

Sollte der eigene Hausarzt nicht impfen, stehen rund 300 Ordinationen in OÖ zur Verfügung, die auch Ordinationsfremde impfen - alle Infos dazu unter www.aekooe.at/patienten/covid-19-impfordinationen

Ebenfalls impfen lassen bzw. sich eine Auffrischungsimpfung holen kann man sich in den Impfstraßen des Landes und bei Pop-Up-Impfstellen. Alle Standorte: www.ooe-impft.at 

Wann man zur Auffrischung sollte

Nach etwa sechs bis neun Monaten geht die Schutzwirkung der Impfung leicht zurück, weshalb der Impfschutz nach einem gewissen Zeitraum aufgefrischt werden sollte. Der empfohlene Zeitpunkt ist unter anderem abhängig von einer etwaigen Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, vom Alter sowie vom Impfstoff, der bei der Grundimmunisierung eingesetzt wurde.

Überblick über die Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums (Stand 29. September):

Frühestens sechs bis spätestens neun Monate nach vollständiger Immunisierung:

  • Bewohner von Alten-, Pflege- und Seniorenheimen
  • Personen ab 65 Jahren
  • Personen mit Vorerkrankungen und Risiko (ab 12 Jahren, unabhängig vom Alter)
  • Personen, die zwei Dosen Vaxzevria (AstraZeneca) erhalten haben

Folgende Gruppen können bereits nach sechs Monaten und sollen ab neun bis zwölf Monaten eine weitere Dosis erhalten:

  • Gesundheitspersonal
  • Personal im Pflegebereich
  • Personal in Pädagogischen Einrichtungen

Neu ist:

  • Personen, die mit Janssen (Johnson&Johnson) einmalig geimpft wurden, sollen eine weitere Dosis im Mindestabstand von 28 Tagen erhalten. Die zweite Impfung wird mit einem mRNA-Impfstoff (Moderna oder BioNTech-Pfizer) empfohlen. Auf Wunsch kann die zweite Impfung auch mit Janssen durchgeführt werden.

Für alle anderen Personen ab 16 Jahren gilt eine Empfehlung zur Auffrischung neun bis zwölf Monate nach Abschluss der vollständigen Immunisierung.

Bei Kinderwunsch: Ausdrückliche Impf-Empfehlung

Das Nationale Impfgremium hält zudem in der neuen Empfehlung ausdrücklich fest, dass bei Kinderwunsch sowohl für Männer als auch Frauen eine Covid-19-Impfung ausdrücklich empfohlen ist. Es sei dabei kein Intervall vor der Empfängnis einzuhalten. Weiterhin aufrecht bleibt die Empfehlung für Schwangere. Sie sollten im 2. oder 3. Trimenon mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden. Auch für die Stillzeit gilt die Empfehlung, dass sich Frauen, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind, impfen lassen sollen.

Nach der Covid-Impfung wurden SARS-CoV2-Antikörper in der Muttermilch nachgewiesen, die einen positiven Effekt auf den Schutz des Kindes haben können. Es sollte daher im zeitlichen Kontext mit der Impfung auch nicht abgestillt werden.

Nach derzeitigem Wissensstand sollen alle Personen eine Auffrischungsimpfung erhalten, ausgenommen gesunde Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren sowie Genesene, die bereits zwei Dosen eines Covid-19-Impfstoffes erhalten haben.

Weiterführende Fachinformationen gibt's hier.


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