Lockdown endet, trotzdem an Schutzmaßnahmen halten
OÖ. Am Freitag öffnet Oberösterreich wieder, Vorsicht ist aber weiter geboten. Die Situation in den Spitälern ist weiter sehr angespannt. Trotz Lockdown-Ende wird appelliert, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten. Oberösterreich hat auch wieder die höchsten Zuwachsraten bei den Infektionen.

193 Personen mit einer Covid-Erkrankung befinden sich mit 16. Dezember auf den Normalstationen, 85 Personen auf einer Intensivstation, 68 Personen in einer Medizinischen Versorgungseinheit-Einrichtung. Mit 551 neuen Fällen hat Oberösterreich außerdem höchste Zuwachsraten bei den Neuinfektionen. „Die derzeitige Situation zeigt uns, wie wichtig und notwendig dieser Lockdown war. Aber auch wenn wir nun erste Öffnungsschritte setzen, sind wir leider noch nicht über dem Berg“, betonen Landeshauptmann Thomas Stelzer und seine Stellvertreterin, Gesundheists-Landesrätin Christine Haberlander.
Ziel muss es weiter sein, die Intensivkapazitäten zu entlasten. „Je besser wir die bereits bewährten Maßnahmen wie Abstand halten, Maske tragen und Hände desinfizieren einhalten und je höher die Impfquote in unserem Bundesland ist, desto besser werden wir durch die nächsten Wochen kommen“, unterstreicht Haberlander.
Omikron macht Sorgen
Zusätzlich belasten Faktoren wie verschobene Operationen, die nachgeholt werden müssen, und die neue Covid-Variante Omikron. „Wir gehen davon aus, dass die Omikron-Variante für Österreich - wie auch für Oberösterreich - eine weitere große Herausforderung sein wird. Was wir aktuell wissen, ist, dass unserem Land ein weiteres schwieriges und herausforderndes Jahr 2022 bevorsteht“, dämpfen Stelzer und Haberlander Hoffnungen, dass es bald vorbei sein könnte.
„Experten-Know how muss Richtschnur sein“
Der GRÜNE Landesrat Stefan Kaineder appelliert an die Gesellschaft und die Politik, auf die Wissenschaft und die Experten zu hören und auf Basis deren Erkenntnisse und Empfehlungen das weitere Vorgehen zu bestimmen. „Nur so können wir vermeiden, dass der Corona-Würgegriff wieder enger wird, die Intensivstationen neuerlich überlastet sind und das Land in den nächsten Lockdown schlittert.“
Gerade zu den anstehenden Festtagen betont auch Kaineder, die Maßnahmen zu befolgen und „folgen sie nicht den gefährlichen Botschaften, die auf allen möglichen Kanälen durch das Land wabern, verunsichern und spalten. Jede einzelne Unwahrheit ist Nahrung für das Virus, bedroht Gesundheit und Menschenleben.“
Stelzer, Haberlander und Kaineder appellieren, das Impfangebot in Anspruch zu nehmen.


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