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OÖ. Die Gewaltserie gegen Frauen geht leider weiter. „Das Jahr hat gerade erst begonnen und es wurde heuer bereits eine Frau von ihrem Mann ermordet und zwei Mordversuche an Frauen begangen“, zeigt sich Landtagsabgeordnete und Landesfrauenvorsitzende Renate Heitz (SPÖ) erschüttert. 

„Das Jahr hat gerade erst begonnen und es wurde heuer bereits eine Frau von ihrem Mann ermordet und zwei Mordversuche an Frauen begangen“, zeigt sich Landtagsabgeordnete und Landesfrauenvorsitzende Renate Heitz erschüttert. Foto: nimito/shutterstock.com

Diese Gewaltserie gegen Frauen in Österreich darf nicht weitergehen, es muss rasch gehandelt und effektive Maßnahmen umgesetzt werden. Die Bundesregierung ist mit ihrer minimalen Aufstockung der Mittel den Forderungen von SPÖ und Experten aus dem Opfer- und Gewaltschutz nicht nachgekommen. Laut Experten braucht es 228 Millionen Euro sowie zusätzlich 3.000 Beschäftigte im Gewalt- und Opferschutz, um gegen Gewalt an Frauen vorgehen zu können. „31 Femizide im Jahr 2021 und mehr als 50 Mordversuche. Die Bundesregierung ist aufgefordert, unter Einbindung aller Experten endlich zu handeln, denn weiterhin wegsehen ist keine Alternative“, fordert Heitz.

Immer noch keine ausreichenden Schutzangebote für Frauen in OÖ

Der konsequente Ausbau der Frauenhausplätze und Frauenübergangswohnungen, den Landesrätin Birgit Gerstorfer begonnen hat, darf nun durch den Ressortwechsel nicht ins Stocken geraten. Die noch in Planung befindlichen Projekte in Steyr, im Mühlviertel und im inneren Salzkammergut müssen rasch realisiert und die bereits eingeleiteten Frauenhaus-Ersatzbauten in Ried und Braunau zügig gebaut werden. Deshalb hat die SPÖ mittels Initiativantrags die Landesregierung bei den Budgetverhandlungen im Dezember 2021 aufgefordert, Frauenhausplätze sowie Frauenübergangswohnungen in Oberösterreich konsequent auszubauen. Diesem wurde allerdings von Schwarz/Blau die Dringlichkeit abgesprochen.

„Es ist unsere Verantwortung, rechtzeitig dafür zu sorgen, dass von Gewalt betroffene Frauen an einen sicheren Ort flüchten können. Da haben wir in Oberösterreich Handlungsbedarf. Wir brauchen die Umsetzungs- und Finanzierungspläne für die Frauenhäuser und Übergangswohnungen. Eine Politik des Beobachtens, Zuschauens, Zögerns und Zauderns hat in diesem Fall keine Berechtigung“, so Heitz.


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