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OÖ. In einer neuen Studie der AK OÖ wurden 1.430 Personen zu ihrem Arbeitsalltag in oberösterreichischen Kinderbetreuungseinrichtungen befragt. Das Ergebnis: Stress und Überforderung sind ständiger Begleiter in den oberösterreichischen Kinderbetreuungseinrichtungen.

Symbolfoto (Foto: Krakenimages.com/Shutterstock.com)
Symbolfoto (Foto: Krakenimages.com/Shutterstock.com)

Rund 10.500 Beschäftigte arbeiten laut Kindertagesheimstatistik in Oberösterreich in einem Kindergarten, einem Hort oder einer Krabbelstube. Eine Studie der Arbeiterkammer OÖ, an der 1.430 der 5.290 AK-Mitglieder (27 Prozent) aus dem Bereich der Kinderbildung und -betreuung teilgenommen haben, verdeutlicht die Dringlichkeit der Forderungen dieser Beschäftigtengruppe. Das Verhältnis zwischen Personal und Anzahl der Kinder in einer Gruppe nehmen viele der Befragten als Hauptursache der Probleme wahr.

Die Gruppengrößen werden von 735 Kindergarten-Mitarbeiter/-innen (83,7 Prozent, es gab insgesamt 878 gültige Antworten) als zu hoch eingeschätzt. 128 Personen (65,3 Prozent, 196 gültige Antworten), die in einer Krabbelstube arbeiten, sind ebenfalls der Meinung, dass es zu viele Kinder in einer Gruppe gibt. Und auch für 52 Hort-Beschäftigte (62,7 Prozent, 83 gültige Antworten) ist die Gruppengröße zu hoch. Nicht einmal zwei von zehn Beschäftigten haben ausreichend Zeit, um Bildungsaufgaben umzusetzen oder um auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Kinder einzugehen. „Die Ausrede, die Rahmenbedingungen nicht verbessern zu können, weil zu wenig Personal vorhanden ist, ist für mich nicht zulässig. Man muss sich da schon fragen: Warum wollen Beschäftigte nicht in diesem Bereich bleiben? Das ist ein Teufelskreis“, so Stangl. Stress und Überforderung, hervorgerufen durch das hohe Maß an Verantwortung unter den derzeit schlechten Rahmenbedingungen, führen zu psychischen Belastungen. Beinahe die Hälfte der Beschäftigten gibt an, dass es schwierig ist, die Aufsichtspflicht einzuhalten. Ausfälle von Kollegen/-innen können wegen fehlender Personalressourcen in nicht einmal drei von zehn Fällen kompensiert werden. Knapp sechs von zehn Beschäftigten geben an, krank zur Arbeit zu kommen, um Kollegen/-innen nicht im Stich zu lassen. Neben den psychischen Belastungen sind auch die physischen enorm. Lediglich vier von zehn Beschäftigen steht ausreichend erwachsenengerechtes Mobiliar zur Verfügung.

Neun von zehn Beschäftigten sehen ihren Beruf grundsätzlich als sinnstiftend an. Allerdings fühlt sich mehr als ein Drittel emotional erschöpft und etwa genauso viele können es sich nicht vorstellen, den Beruf überhaupt bis zur Pension auszuüben. Was dazukommt: Sieben von zehn Beschäftigten sind mit ihrer Entlohnung und jeweils mehr als die Hälfte mit der gesellschaftlichen Wertschätzung sowie den Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten unzufrieden.


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