Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

MOLLN. Wie Tips berichtete, sind die Erdgas-Probebohrungen in Molln vorerst abgeschlossen. Nun hat der Abbau der Bohranlage „Welchau-1“ begonnen. Der geltende Naturschutzbescheid der Oberösterreichischen Landesregierung läuft mit 31. März aus, weiteren Arbeiten müssen bis zumindest 30. September warten. ADX Energy kündigte bereits an, einen Antrag auf Fortsetzung der Bohr- und Testarbeiten ab 1. Oktober zu stellen.

  1 / 2   Das Bohrloch der Bohranlage "Welchau-1" in Molln wird in den kommenden Tagen für die weiteren Testarbeiten im Herbst versiegelt. (Foto: Team Fotokerschi/Rauscher)

Mit 1. April müssen alle Bohr- und Testarbeiten eingestellt werden. ADX habe bereits alle Vorkehrungen zum Abbau der Bohranlage getroffen und werde dafür Sorge tragen, dass die Arbeiten auf dem Bohrgelände über die Sommermonate ruhen, heißt es in einer Pressemitteilung. Inzwischen wolle das Unternehmen einen neuen Antrag auf Genehmigung für die noch ausständigen Testarbeiten einbringen. „Wir sind aufgrund der bisherigen Ergebnisse zuversichtlich, dass diesem Antrag stattgegeben wird“, sagt ADX Österreich Chef Alan Reingruber.

 Wem gehört das Gas aus Molln?

In der Zwischenzeit wolle ADX auf die oftmals gestellte Frage eingehen, wem Gas aus Molln eigentlich gehöre: Der Gasfund gehöre dem Bund und damit der Republik Österreich. Für die Förderung und den Verkauf gebe es vertragliche Regelungen sowie gesetzliche und marktrelevante Rahmenbedingungen. „Das Erdgas wird ins heimische Gasnetz eingespeist und wohl zu 90 Prozent im Inland verbraucht werden“, sagt Reingruber. Mehr als ein Viertel aller Einnahmen aus dem Gasverkauf fließen direkt an den Bund, so ADX.

Gemeinde soll an zukünftigen Einkünften beteiligt werden

Die Gemeinde Molln solle zudem an den Einkünften beteiligt werden. Insbesondere werde ADX im Falle einer Förderung den Flächenzins und den Feldzins verdoppeln und ins Gemeindebudget einzahlen. Beim Flächenzins handelt es sich um eine Lizenzgebühr für das Explorationsgebiet, berechnet nach Quadratkilometer Aufsuchungsfläche (in Molln etwa 150 Quadratkilometer). Beim Feldzins geht es um eine Förderlizenzgebühr, die sich nach der flächenmäßigen Ausdehnung der gasführenden Schichten im Untergrund errechnet.

Beide Zinse müssen an den Bund abgeführt werden und betragen im Falle von Molln etwa 100.000 Euro jährlich. ADX habe sich laut eigenen Angaben gegenüber der Gemeinde Molln bereit erklärt, den Betrag zu verdoppeln und dieselbe Summe ins Gemeindebudget zu zahlen. Der Bund verrechnet dem Unternehmen weiters den sogenannten Förderzins, der sich aus der Menge des in Molln geförderten Erdgases bemisst und 22 Prozent des aktuellen Gas-Importpreises ausmacht – erhoben durch die Statistik Austria.

Mehr zum Thema:

Probebohrung bestätigt Erdgasfund in Molln

ADX Energy über Probebohrung in Molln: Erdgasvorkommen sei komplexer als erwartet


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Mehr als 7.700 Kinder besuchen die Sommerschule in OÖ

Mehr als 7.700 Kinder besuchen die Sommerschule in OÖ

OÖ. Auch wenn die Ferien noch nicht vorbei sind: 7.705 Kinder und Jugendliche in Oberösterreich drücken ab Montag wieder die Schulbank. Sie ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
1.780 Volksschulkinder entdecken spielerisch Robotik und Programmieren

1.780 Volksschulkinder entdecken spielerisch Robotik und Programmieren

OÖ/LINZ/BEZIRK. Roboter bauen, programmieren und dabei spielerisch digitale Fähigkeiten erwerben: Genau das haben im vergangenen Schuljahr ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Mit Tips am Linzer Hauptplatz den „Star Truck“ erkunden

Mit Tips am Linzer Hauptplatz den „Star Truck“ erkunden

OÖ/LINZ. Mit Tips eintauchen in die Welt der Zukunftsberufe: Tips lädt besonders junge Leser zu einem exklusiven Erlebnis im „Star Truck“ ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Strengeres Sozialhilfegesetz zeigt Wirkung: Zahl der Bezieher gesunken

Strengeres Sozialhilfegesetz zeigt Wirkung: Zahl der Bezieher gesunken

LINZ. Seit 1. Februar 2026 gelten in Oberösterreich strengere Regeln für die Sozialhilfe. Bereits sechs Monate nach Inkrafttreten zeigt die ...

Tips - total regionalNora Heindl
Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner: „Jagd ist kein Hobby, sondern Lebenseinstellung“

Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner: „Jagd ist kein Hobby, sondern Lebenseinstellung“

OÖ/ST. FLORIAN/MOLLN. Die Wälder verändern sich. Trockenheit, Hitze und Klimawandel setzen ihnen zu. Damit ändern sich auch die Aufgaben ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Mit Rätseln und Experimenten den Dachsteingletscher entdecken

Mit Rätseln und Experimenten den Dachsteingletscher entdecken

OÖ. Mit Rätseln, Experimenten und einer spannenden Geschichte entdecken Kinder die Welt des Dachsteingletschers. Zwei neue Mini-Forscher-Hefte ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Weitere Beiträge