Eigene Ermittlungsgruppe nach Nägel- und Nadel-Funden in Halloween-Süßigkeiten
Ö/OÖ/LINZ/VÖCKLAMARKT. Nach Funden von Fremdkörpern in Süßigkeiten, die zu Halloween gesammelt wurden, darunter Nägel und Nadeln, hat das Bundeskriminalamt die Ermittlungsgruppe „Treat“ eingerichtet.

In mehreren Bundesländern wurden Fälle angezeigt, bei denen Nägel, Nadeln und andere metallische Fremdkörper in Süßigkeiten entdeckt wurden. Derzeit sind laut Innenministerium österreichweit acht Fälle bekannt: zwei Fälle in Oberösterreich – in Linz und Vöcklamarkt (Bezirk Vöcklabruck) – sowie im Bezirk Amstetten, vier Fälle in der Steiermark (Bezirke Leibnitz und Weiz) und ein Fall in der Stadt Salzburg.
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Mögliche Zusammenhänge werden geprüft
„Die Polizei nimmt diese Vorfälle sehr ernst“, heißt es in einer Mitteilung des Innenministeriums. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und werden hinsichtlich möglicher Zusammenhänge durch das Bundeskriminalamt geprüft und koordiniert.“ Nach derzeitigem Ermittlungsstand gebe es keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den angezeigten Fällen in Österreich.
Sobald neue gesicherte Erkenntnisse vorliegen, werde die Öffentlichkeit umgehend informiert.
Das Bundeskriminalamt steht zudem auch international im Austausch. Auch aus Deutschland und Ungarn wurden Vorfälle mit mutmaßlich manipulierten Halloween-Süßigkeiten gemeldet.
Karner: „Nicht nur feig, sondern lebensbedrohlich“
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP): „Wenn man Süßigkeiten oder Geschenke präpariert, ist das nicht nur feig und hinterhältig, sondern auch lebensbedrohlich. Daher werden wir alles tun, um diese Verbrechen mit allem Nachdruck aufzuklären. Ich habe das Bundeskriminalamt beauftragt, die Ermittlung national, aber auch international zu koordinieren.“
Auch Bundeskriminalamt-Direktor Andreas Holzer betont entschlossenes Vorgehen. „Wir bündeln unsere Kräfte über die Landesgrenzen hinweg und gehen gemeinsam mit unseren Partnern konsequent gegen die Verantwortlichen vor.“
„Entscheidend ist jetzt, die einzelnen Vorfälle kriminalistisch zusammenzuführen und mögliche Muster zu erkennen. Mit der Ermittlungsgruppe 'Treat' schaffen wir dafür die notwendige zentrale Koordination“, so Abteilungsleiter Gerald Tatzgern.
Polizei rät zur Kontrolle
Die Polizei appelliert an Eltern und Erziehungsberechtigte, die gesammelten Süßigkeiten gemeinsam mit ihren Kindern sorgfältig zu kontrollieren.
Offensichtlich manipulierte Süßigkeiten sollen samt Verpackung aufbewahrt und der Polizei gemeldet werden. Fremdkörper sollen zur Spurensicherung nicht entfernt werden. Bei konkretem Verdacht, einen Fremdkörper verschluckt zu haben, soll unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Gleichzeitig wird zur Besonnenheit aufgerufen: Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Unwohlsein könnten unterschiedliche Ursachen haben und stehen nicht zwangsläufig im Zusammenhang mit dem Verzehr möglicherweise manipulierter Süßigkeiten.








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