VCÖ-Mobilitätspreis unter dem Motto "Verkehr auf Klimakurs bringen"
OÖ. Nach der Coronakrise werden Mobilität und Gütertransport wieder zunehmen. Damit wir die Klimaziele erreichen, ist es wichtig, dass der Verkehr der Zukunft deutlich klimaverträglicher abläuft als davor. Deshalb steht der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich unter dem Motto „Verkehr auf Klimakurs bringen“. VCÖ, Landesrat Günther Steinkellner und ÖBB rufen auch diesmal wieder auf, innovative Projekte, zukunftsweisende Konzepte und Ideen einzureichen.

„Mehr Mobilität, mehr Gütertransporte und gleichzeitig weiterhin eine gute Luftqualität und keine Staus. Das können wir schaffen, wenn der Verkehr nach der Coronakrise deutlich klimaverträglicher abläuft als davor“, betont VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak. Investitionen in Infrastrukturen für klimaverträgliche Mobilität, von der Schiene, über Radwege bis hin zu Fußgänger- und Begegnungszonen sind für die zukünftige Mobilität besonders wichtig.
Vor der Coronakrise sind die CO2-Emissionen des Verkehrs besonders stark gestiegen. Die klimaschädlichen Emissionen des Verkehrs waren zuletzt mit rund 4,4 Millionen Tonnen um rund 80 Prozent höher als im Jahr 1990, informiert der VCÖ. Der Verkehr war zuletzt bereits für ein Fünftel der CO2-Emissionen von Oberösterreich verantwortlich, im Jahr 1990 betrug der Anteil nur ein Siebtel.
Während die Verkehrsemissionen stark gestiegen sind, sind die CO2-Emissionen des Gebäudesektors seit dem Jahr 1990 um ein Drittel gesunken. „Was im Gebäudesektor gelungen ist, ist auch im Verkehr zu schaffen. Was bei Gebäuden die Umstellung von Heizungssystemen, ist in der Mobilität der Umstieg auf klimaverträgliche Verkehrsmittel, wie Bahn, Bus oder Fahrrad“, stellt VCÖ-Geschäftsführer Nowak fest.
Klimaverträgliche Mobilität und nachhaltiger Gütertransport
„Verkehr auf Klimakurs bringen“ lautet daher das Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises Oberösterreich. Gesucht sind Projekte und Konzepte für eine klimaverträgliche Mobilität und einen nachhaltigen Gütertransport. So sind Betriebe und Unternehmen, die Mobilitätsmanagement umsetzen oder den Gütertransport klimaverträglicher abwickeln, aufgerufen, am VCÖ-Mobilitätspreis teilzunehmen. Aber auch Tourismusorte, die eine umweltverträgliche Mobilität in der Urlaubsregion anbieten. Aufgerufen sind auch Wohnbauträger, die Sharing-Fahrzeuge - vom Transportfahrrad über E-Moped bis hin zum E-Auto - zur Verfügung stellen. Und auch Gemeinden und Städte, die die Ortskerne und Nahversorgung stärken bzw. eine fußgänger- und radfahrfreundliche Verkehrsplanung umsetzen. Auch Start-Ups und Fachhochschulen sind aufgerufen, innovative Projekte für eine klimaverträgliche Mobilität einzureichen.
„Es braucht innovative Konzepte und Ideen“
„Mobilität ist mehr als Verkehr. Mobilität ist Bewegung und die Voraussetzung für Lebensqualität und eine zukunftsfähige Wirtschaft. Mobilität verändert sich ständig und neue Entwicklungen fordern neue Lösungen. Ich freue mich bereits jetzt auf die innovative Kraft, die cleveren Überlegungen und Lösungsansätze welche in unserem Bundesland eingebracht werden“, freut sich Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner auf den diesjährigen Ideenwettbewerb.
Auch Andreas Matthä, CEO der ÖBB-Holding AG, ruft zur Teilnahme am VCÖ-Mobilitätspreis auf: „Besonders in herausfordernden Zeiten wie diesen braucht es innovative Konzepte und Ideen, um Mobilität für die Zukunft zu gestalten. Klimaschutz muss dabei die Leitlinie sein, damit Menschen und Güter künftig noch umweltfreundlicher ans Ziel kommen. Als größter Mobilitätsanbieter und Klimaschutzunternehmen Nr. 1 in Österreich unterstützen die ÖBB den VCÖ-Mobilitätspreis daher aus vollster Überzeugung.“


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