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OÖ. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Österreich. Die ersten Anzeichen eines Herzinfarktes sollten daher unbedingt erkannt und ernst genommen werden. Gerhard Lindner, Mediziner und Leiter der Rotkreuz-Akademie verrät, worauf es dann ankommt.

Erste Anzeichen beim Wandern: Was Angehörige und Begleiter tun können.Foto: ÖRK/Thomas Holly Kellner

Beinahe 40 Prozent aller Sterbefälle in Österreich sind auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zurückzuführen. Sehr oft kommt ein Herzinfarkt aber völlig unerwartet ohne jegliche vorangegangene Diagnose. Meist treten beim Betroffenen Schmerzen in der Brust auf, die auch in Bauch, Hals, Kiefer, Arme oder Rücken ausstrahlen können, verbunden mit Kaltschweißigkeit und einem Engegefühl in der Brust oder sogar einem starken Todesangstgefühl. Darüber hinaus kann es zu schwerer Atemnot kommen.

Welche Maßnahmen können Angehörige jetzt treffen?

„Sorgen Sie für Ruhe! Wählen Sie den Notruf. Lassen Sie den Erkrankten in einer angenehmen Position sitzen. Der Erkrankte soll jede körperliche Anstrengung unbedingt vermeiden. Fordern Sie den Erkrankten auf, langsam und tief durchzuatmen, öffnen Sie beengende Kleidung. Sorgen Sie für frische Luft und führen Sie die Basismaßnahmen durch“, erklärt Lindner.

Im schlimmsten Fall kann es zu einem Atem-Kreislauf-Stillstand führen. „Wenn es zum Ernstfall kommt, führen Sie abwechselnd 30 Herzdruckmassagen und zwei Beatmungen durch. Falls ein Defibrillator vorhanden ist, schalten Sie ihn ein und folgen Sie den Anweisungen“, rät der Experte. Die Mitarbeiter in der Notrufzentrale können telefonisch auch zur Seite stehen, deshalb ist der Notruf auch immer das Allerwichtigste.


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