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LINZ/OÖ. Am Sonntag, 4. April, und Montag, 5. April ist Ostern. 72 Prozent der Oberösterreicher wollen laut einer Studie der KMU Forschung Austria jemanden beschenken. Bei der Suche nach nachhaltigen Produkten aus der Umgebung kann die App „Gutes Finden“ helfen.

Umwelt- Landesrat Stefan Kaineder präsentiert die App "Gutes Finden", die bei der Suche nach nachhaltigen Ostergeschenken helfen kann. (Foto: Land OÖ/Werner Dedl)

Das Ostergeschäft sei für den regionalen Handel in diesem Jahr besonders wichtig, sagt die Sparte Handel der Wirtschaftskammer (WK) Oberösterreich (OÖ). „Das Ostergeschäft liegt im Ranking nach Weihnachten und knapp vor dem Muttertag auf Platz zwei. Heuer ist es so etwas wie ein Hoffnungsschimmer für die von den Lockdowns stark betroffenen Betriebe. Durch die fehlende Gastronomie ist das Shoppingerlebnis allerdings getrübt“, hält Ernst Wiesinger, Obmann der Sparte Handel der WKOÖ fest.

Ostergeschenke für Kinder und Enkelkinder

Laut einer Studie der KMU (= kleine und mittlere Unternehmen, Anm.) Forschung Austria planen 72 Prozent der befragten Oberösterreicher, zu Ostern jemanden zu beschenken. Wenn jemand Kinder oder Enkelkinder in der Familie hat, erhöht sich der Anteil auf 88 Prozent. Wer zu Ostern Geschenke macht, gibt durchschnittlich 50 Euro aus. Bei Kindern steigt der Betrag für Ostergeschenke auf 70 Euro. Fast drei von vier Oberösterreichern haben vor, dieses Jahr gleich viel wie in den Vorjahren auszugeben. Je 14 Prozent planen mehr beziehungsweise weniger Budget ein. Beliebt sind vor allem Süßigkeiten wie Schokolade und Pralinen (75 Prozent), (gefärbte) Eier (55 Prozent) und Spielsachen (41 Prozent). Dahinter folgen Bargeld und Bücher.

Gutes Finden-App für nachhaltige Produkte

Eine Möglichkeit, nachhaltige Produkte und Angebote in der Umgebung zu finden, bietet die Gutes Finden-App. Diese wurde gemeinsam vom Land OÖ, Bio Austria und dem Klimabündnis OÖ als Smartphone App auf die Beine gestellt. Damit können Betriebe ihre Aktionen bewerben und Konsumenten über nachhaltige Betriebe in der eigenen Umgebung sowie aktuelle Angebote informiert bleiben. „Das Gemüse, das wir direkt vom Gemüsebauern nebenan kaufen, sichert dessen Lebensgrundlage. Das Schweinefleisch, das wir vom Biobauernmarkt beziehen, muss nur sehr kurze Strecken transportiert werden und hat höchste Qualität. Wenn wir unsere regionalen Wertschöpfungsketten weiter stärken, können wir klimaschonender produzieren und konsumieren sowie heimische Arbeitsplätze schaffen und langfristig sichern. Mit „Gutes Finden“ wollen wir Produzenten und Produzentinnen sowie Anbietern und Anbieterinnen nachhaltiger Produkte ein Instrument zur Hand geben, sich sichtbarer und bekannter zu machen“, schildert Umwelt- und Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne).

Bei „Gutes Finden“ sind unter anderem Direktvermarkter, Bio-Restaurants, aber auch Modegeschäfte und Umweltinitiativen vertreten. Die App kann kostenlos im Google Play Store oder App Store heruntergeladen werden. Auch die Registrierung ist kostenlos. Wer die App öffnet, kann Kategorien wie „bio“, „fair gehandelt“, „plastikfrei“ oder „vegetarisch“ auswählen. Daraufhin werden alle Betriebe in der Nähe angezeigt, die diese Kriterien erfüllen. Nähere Informationen erhält man per Klick auf ein Unternehmen. Die App besteht seit 2014 und hat vor zwei Jahren ein neues Design bekommen. Bisher sind ungefähr 650 Produzenten und Initiativen angemeldet. Mehr als 7.000 Personen nutzen die „Gutes Finden“-App. „In der aktuellen Situation ist es uns mehr denn je ein Anliegen, regionale Produzenten und Produzentinnen zu unterstützen. Die App „Gutes Finden“ kann hier einen wichtigen Beitrag leisten und bewusste Konsumenten und Konsumentinnen und klimafreundliche Betriebe unkompliziert vernetzen“, ist Klimabündnis OÖ Geschäftsführer Norbert Rainer überzeugt.


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