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OÖ. Am 15. April endet die situative Winterausrüstungspflicht. Man sollte aber immer ein Auge auf den Wetterbericht haben, rät der ÖAMTC. Was darüber hinaus beim Wechseln der Reifen, aber auch bei der Lagerung beachtet werden sollte, hat er in einer Aussendung zusammengefasst.

Der ÖAMTC empfiehlt Winterreifen erst zu wechseln, wenn es über einen längeren Zeitraum wärmer ist. (Foto: ÖAMTC/APA-Fotoservice/Hörmandinger)

Anfang April beginnen viele Menschen, an den Wechsel der Winterreifen auf Sommerreifen zu denken. „Grundsätzlich spricht nichts dagegen, bereits vor dem 15. April, an dem die situative Winterausrüstungspflicht endet, umzustecken. Man sollte aber immer ein Auge auf den Wetterbericht haben, denn nur wenn es konstant warm ist und Schnee und Eis sich endgültig zurückgezogen haben, sollte man wirklich wechseln. Sommerreifen haben auf winterlichen Fahrbahnen, unabhängig vom Datum, nichts verloren“, sagt ÖAMTC-Techniker Friedrich Eppel. Er empfiehlt einen Reifenwechsel erst, wenn es über einen längeren Zeitraum wärmer ist. „Winterreifen sind für die kalte Jahreszeit ausgelegt und weisen bei warmen Temperaturen einige Schwächen auf. So kann es beispielsweise zu einem längeren Bremsweg oder auch zu stärkerem Verschleiß kommen. Auch das Fahrverhalten kann leiden“, begründet der Experte. So würden Winterreifen etwa bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt sowie bei nasser und glatter Fahrbahn einen besseren Griff haben.

Selber wechseln nicht immer empfehlenswert

Wie vorgegangen werden sollte, wenn die Bedingungen für den Umstieg auf Sommerreifen passen? Zuerst sollten die Sommerreifen auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Geachtet werden sollte auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern - wobei sich eine geringe Profiltiefe bei Nässe und Aquaplaning gefährlich auswirken könne - sowie auf Risse und Schäden. Die Reifen selbst zu wechseln sei laut ÖAMTC nicht in jedem Fall empfehlenswert. Auf Risse und Schäden in Reifen werde etwa bei einem Wechsel in der Werkstatt oder an Stützpunkten geachtet. Darüber hinaus ist bei modernen Autos, die über ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) verfügen, mehr zu beachten. Termine für Reifenwechsel werden unter Einhaltung von Sicherheits- und Hygienebestimmungen uneingeschränkt angeboten.

Reifen sollten idealerweise aufgehängt und kühl gelagert werden

Wer die Winterreifen Zuhause lagern möchte, für den hat der ÖAMTC ebenfalls ein paar Tipps parat. Sie sollten idealerweise an der Wand oder auf einem Felgenbaum aufgehängt sowie an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort gelagert werden. Zuvor sei es ratsam, die Reifen mit Kreide gemäß ihrer letzten Fahrzeugposition, sprich zum Beispiel „vr“ für vorne rechts, zu markieren. „Nach etwa 10.000 Kilometern sollten die Reifen achsweise gewechselt werden. Der rechte vordere Reifen soll rechts hinten montiert werden, links vorne gehört nach links hinten. So werden die Reifen gleichmäßig abgefahren“, empfiehlt Eppel. Sind die Reifen stark ungleich abgenutzt, sollte man gleich vier neue Stück kaufen. Bessere Reifen sollten an der Hinterachse montiert werden, da das die Schleudergefahr in Notsituationen vermindere.

 

Weitere Informationen zu Reifen sowie den aktuellen ÖAMTC-Sommerreifentest finden Interessierte auf der Webseite des ÖAMTC.


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