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„Wau statt Au“: Initiative für sichere Begegnungen zwischen Kindern und Hunden

Tips Logo Tips Jugendredaktion, Magdalena Hronek, 12.09.2021 11:00

OÖ. 800 Mal im Jahr kommt es in Österreich zu Unfällen zwischen Kindern und Hunden. Mit der Präventionskampagne „Wau statt Au“ wollen drei Oberösterreicher die Hundesprache für Kinder verständlich machen. Das Herzstück des Projekts, das Buch „Betty brennt durch“ erschien im August.

  1 / 3   Stadtrat Michael Raml, die Initiatorinnen von "Wau statt Au" Carina Amali und Helene Roselstorfer sowie Landesrat Wolfgang Klinger (Foto: Land OÖ/Sabrina Liedl)

Kindern fehlt oft das Wissen über die Körpersprache und Signale von Hunden. Mit ihrer teilweise ungeübten Feinmotorik können sie Hunde unbewusst verunsichern oder in Stresssituationen bringen. Rund 800 Mal im Jahr kommt es in Österreich zu Unfällen zwischen Kind und Hund. Meist verursacht die Verletzungen nicht der eigene Hund, sondern ein Hund aus dem näheren Umfeld. Kinder, die an Kopf oder Hals verwundet werden, sind durchschnittlich vier Jahre alt. Drei kreative oberösterreichische Köpfe wollen die Gefahr von daraus resultierenden Unfällen reduzieren: „Unsere Umfrage zeigt, dass die Verunsicherung rund um das Thema groß ist und es kaum adäquates Lehrmaterial für Kinder unter sechs Jahren gibt“, so Carina Amali, die zusammen mit Helene Roselstorfer und Christoph Grubmair das Präventionskampagne „Wau statt Au“ ins Leben gerufen hat.

Lehrmaterial ab dem Kindergartenalter

Die Initiative setzt bei der Aufklärung von Kindern, Eltern und Pädagogen an. „Viele Ratgeber rund um den Hund richten sich an Kinder ab dem Schulalter. Hier gibt es auch bereits gute Initiativen, die direkt in den Schulen den richtigen Umgang mit Hunden lehren. Da die schwersten Verletzungen allerdings jüngere Kinder treffen, setzen wir mit Wau statt Au bereits im Kindergartenalter an“, so Roselstorfer. Das Herzstück des Projekts, Kinderbuch „Betty brennt durch“, wurde mit Experten der Elementarpädagogik kindgerecht gestaltet. Weitere Inhalte rund um die tierische Protagonistin Betty sind ein kürzlich veröffentlichter Betty-Song, gearbeitet wird auch an einem Info-Poster, einem Malbuch. Für Eltern wird es Erklärvideos und Online-Fragestunden mit Hundeexperten geben. Weitere Informationen und Inhalte sowie Hinweise auf Veranstaltungen finden sich auf der Homepage der Initiative.

Eigenschaften der Hunderassen beachten

Bei der Anschaffung eines Hundes ist zu bedenken, dass die verschiedenen Hundearten rassetypische Besonderheiten besitzen, mit denen korrekt umgegangen werden muss. Nicht jeder Hund ist für jedes Umfeld und jede Lebenssituation gleich gut geeignet. „Bevor man sich einen vierbeinigen Gefährten zulegt, muss man sich der großen Verantwortung, welche damit einhergeht, bewusst sein. Dazu gehört auch, darüber nachzudenken, was mein Hund von seinem Wesen her braucht und ob ich ihm das bieten kann. Mit dem Beratungsgespräch vor Anschaffung eines Hundes, welches seit der Novelle des Hundehaltegesetzes ein fixer Teil des Sachkundenachweises geworden ist, tragen wir dem Rechnung“, betont Landesrat Wolfgang Klinger.


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