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Blühstreifenaktion 2021: 77 Hektar "Inseln der Vielfalt" für Bienen und Insekten

Tips Logo Tips Jugendredaktion, Magdalena Hronek, 18.09.2021 12:00

OÖ. Bei der diesjährigen „Blühstreifenaktion“ wurden über 77 Hektar Blühflächen auf landwirtschaftlichen, öffentlichen und privaten Flächen vom Maschinenring angelegt. Diese „Inseln der Vielfalt“ schaffen Lebensräume und Nahrungsquellen für Bienen und Insekten.

  1 / 3   v.l.: Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, Stefanie Payrleitner vom Bienenzentrum OÖ, LK-Präsidentin Michaela Langer-Weninger und RomanBraun vom Maschinenring OÖ (Foto: Landwirtschaftskammer OÖ)

Seit 2018 werden im Rahmen der „Blühstreifenaktion – mach mit“ Blühflächen als Nahrungsgrundlage für Bienen und Insekten geschaffen. Immer mehr Bauern, Gewerbetreibende, Gemeinden und Private machen mit, sodass 77 Hektar „Inseln der Vielfalt“ - das entspricht 150 Fußballfeldern - vom Maschinenring angelegt werden konnten. Dazu kommen noch viele Flächen, die von den Bauern selbst angelegt werden und meist nicht gemeldet werden. Michaela Langer-Weniger, Präsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ ist erfreut: „Die Aktion wird dadurch immer mehr zum Selbstläufer, da die Bauern aus Eigeninitiative Blühflächen anlegen, was für die Artenvielfalt in unserem Land äußerst erfreulich ist.“ Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger erklärt die Relevanz des Projekts: „Die Blühstreifen bieten (Wild-)Bienen und Insekten, die landwirtschaftliche Erträge sichern und für die Natur unersetzbar sind, natürliche Lebensräume und Nahrungsquellen.“

Umsetzung der Aktion

Im Rahmen der Aktion wurden verschiedene Pakete mit unterschiedlichen Saatgutmischungen aus überwiegend regional zertifiziertem Saatgut angeboten. Für das Projekt arbeiten Maschinenring OÖ, Bienenzentrum OÖ und Saatguthersteller (Saatbau Linz, Kärntner Saatbau) zusammen. Der Maschinenring OÖ steht nicht nur als Umsetzungspartner im Agrarbereich zur Verfügung, sondern berät mit dem „Kompetenzzentrum Wildblumen“ auch Kommunen, Firmen und Privatpersonen, worauf bei der Anlage einer Wildblumenwiese zu achten ist.

Ergebnisse der Blühstreifenaktion 2021

Über den Maschinenring OÖ haben in diesem Jahr 264 landwirtschaftliche Betriebe, acht Ortsbauernschaften, 13 Gemeinden,40 Privathaushalte und 15 Firmen an der Blühstreifenaktion teilgenommen. Besonders erfreulich sieht Landesrat Hiegelsberger die steigende Anzahl teilnehmender Unternehmen: „In Gewerbeflächen liegt großes Potenzial. Ob auf Vorplätzen, in Entwässerungsmulden, auf Parkplätzen oder Straßendämmen – Bienenweiden lassen sich fast überall anlegen. Auf das Know-How, die richtige Umsetzung und fachgerechte Pflege kommt es an.“ 44 Personen leisteten überdies mit einer Blühpatenschaft einen Beitrag für mehr Biodiversität.

Blütenpracht trotzte dem Wetter

Die Blühflächen entfalteten sich in diesem Jahr unterschiedlich: Während sich neu angelegte Flächen erst etablieren mussten, erschienen die mehrjährigen Flächen teilweise in voller Blütenpracht. Die kühlen Frühlingsmonate verzögerten die Entwicklung einiger Blühflächen und sorgten zum Teil für Verunkrautung. Durch die warmen Juni-Temperaturen wurde der Entwicklungsrückstand der Pflanzen wieder aufgeholt, sodass im Hochsommer ein reich gedeckter Tisch an verschiedensten Blühpflanzen für die Insekten gegeben war.


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