Donnerstag 30. Mai 2024
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OÖ. Nebel behindert die Sicht und führt vor allem im Herbst immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Im Vorjahr wurden 118 Nebelunfälle in Oberösterreich gezählt. Wie diese vermieden werden können beziehungsweise welches Fahrverhalten bei Nebel richtig ist, berichtet der ÖAMTC.

Nebel führt vor allem im Herbst immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Im Vorjahr waren es 118 in Oberösterreich. (Foto: ÖAMTC)
photo_library Nebel führt vor allem im Herbst immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Im Vorjahr waren es 118 in Oberösterreich. (Foto: ÖAMTC)

Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist im Herbst besonders hoch. So ist zum Beispiel vor allem am Morgen und in den Abendstunden mit Nebel zu rechnen, der die Sicht behindert. Wenn sich dann ein Unfall ereignet, sei das laut ÖAMTC vor allem auf eine nicht angepasste Geschwindigkeit und einen zu geringen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zurückzuführen. „Sich instinktiv an das Licht des vorderen Autos 'anzuhängen' ist besonders gefährlich. Der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug kann in der Realität viel geringer sein und die Sichtweise entspricht nicht mehr der Fahrgeschwindigkeit, was zu Auffahrunfällen führen kann“, führt Roland Frisch, PKW-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik, aus. Nebelwarnungen im Radio sollten unbedingt ernst genommen und das Fahrverhalten der Situation sofort angepasst werden.

Nicht überholen und auf Sichtbarkeit achten

Im Detail empfiehlt der Experte unter anderem, mindestens einen Zwei-Sekunden-Abstand zum Vorderfahrzeug einzuhalten und die Geschwindigkeit bei Nebel zu reduzieren. „Man muss die Geschwindigkeit schon vor einer Nebelbank den Sichtverhältnissen anpassen. Also runter vom Gas und bremsen, aber Achtung: Durch die feuchte Fahrbahn verlängert sich der Bremsweg“, sagt Frisch. Darüber hinaus sollte rechts gefahren, auf keinen Fall überholt und besondere Vorsicht beim Linksabbiegen beziehungsweise im Baustellenbereich walten gelassen werden. Markierungen und Verkehrsführungen können schwer erkennbar sein.

 Autofahrer sollten darüber hinaus auf ihre eigene Sichtbarkeit achten. „Abblendlicht, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten sind hier die beste Kombination. Fernlicht darf auf keinen Fall verwendet werden, da es im Nebel reflektiert und zur Selbstblendung führt“, erklärt Frisch. Nebelschlussleuchten müssen bei besserer Sicht wieder ausgeschaltet werden, weil sie nachfolgende Fahrer blenden können.

Beleuchtung überprüfen

Damit die Fahrzeugbeleuchtung auch funktioniert, sollten die Beleuchtungsanlage sowie die Scheinwerfereinstellung überprüft werden. Ein weiterer Rat von Frisch ist, die eigene Fahrtechnik regelmäßig zu trainieren. Gerade bei schlechter Sicht werde man immer wieder mit Situationen konfrontiert, die rasches und richtiges Handeln erfordern würden. Dafür bleibe in der Praxis meist keine Zeit. Möglichkeiten bieten zum Beispiel Fahrtechniktrainings, in denen unter anderem auf Rutschbelag geübt wird.

Informationen zu Fahrtechniktrainings des ÖAMTC finden sich auf dessen Webseite.


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