Reflektorbänder machen "gewaltigen Unterschied"
OÖ/LINZ. Gerade in den dunklen Herbst- und Wintermonaten häufen sich Verkehrsunfälle mit Fußgängern und Radfahrern. „Sicher ist, wer sichtbar ist“, so der Appell von Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner und Partnern der Aktion. Gerade jetzt, wo das Gesundheitssystem besonders belastet sei, müssten Unfälle so gut wie möglich verhindert werden.

Hauptursache, warum die Wintermonate im Straßenverkehr so gefährlich sind, ist neben schwierigen Witterungsverhältnissen besonders die mangelnde Erkennbarkeit bzw. die schlechte Sichtbarkeit. „Das Unfallrisiko steigt dadurch gewaltig“, so Steinkellner.
Im langjährigen Trend ereignen sich in den Monaten November, Dezember, Januar rund ein Drittel der Fußgängerunfälle. Und auch wenn in den Wintermonaten weniger Radfahrer als im Frühling und Sommer unterwegs sind, gibt es auch hier verhältnismäßig viele Unfälle.
Gerade jetzt, da das Gesundheitssystem durch Corona besonders belastetet ist, appelliert Steinkellner an alle Verkehrsteilnehmer „besonders behutsam zu sein, jeder Unfall sollte vermieden werden!“.
Aktion „Mach dich sichtbar“
Gemeinsam mit den Clubs ÖAMTC und ARBÖ wird Bewusstseinsbildung betrieben. Das Infrastrukturressort des Landes bietet dazu auch Reflektorbänder an, die kostenlos und ab sofort in allen ÖAMTC- und ARBÖ-Stützpunkten in OÖ sowie im Büro von Landesrat Steinkellner erhältlich sind.
„Gemeinsam mit den Mobilitätspartnern bringen wir Sicherheitsmaterialien an den Mann und an die Frau und stärken durch Kommunikationsmaßnahmen die Sensibilität für dieses Sicherheitsthema“, erläutert der Leiter der Abteilung Verkehr Peter Aumayr.
Erkennbar ab 140 Metern
Jemand, der dunkel gekleidet ist, ist erst ab rund 25 Metern erkennbar. Bei heller Kleidung sind das 40 bis 50 Meter. Mit gut reflektierendem Material ist man im Optimalfall schon ab 140 Metern erkennbar. „Das ist ein gewaltiger Unterschied“, verweist Steinkellner auf den nötigen Bremsweg.
Tipps: Kinder, Hunde, Fahrräder optimal sichtbar machen
„Jeder Verkehrsteilnehmer kann und sollte dazu beitragen, die eigene und die Sicherheit anderer zu erhöhen“, appelliert auch ÖAMTC-Bereichsleiter Herwig Denk. Besonders Eltern sollten Vorbilder für ihre Kinder sein und nicht aufgrund von Eitelkeit auf Reflektoren verzichten. „Reflektorbänder. Sie sind leicht verstaubar, passen auf jeden Ärmel, sind schnell angelegt, schränken die Bewegungsfreiheit nicht ein, brauchen keine Batterien, sind robust und passen sich jeder Mode an“, unterstreicht ARBÖ Landesgeschäftsführer Thomas Harruk
Das Anbringen der Reflektoren-Bänder erfolgt am besten an „bewegten Stellen“. Optimal ist die Verwendung von zwei Bändern diagonal, eines am Unterarm und eines auf Wadenhöhe am gegenüberliegenden Bein. Wird nur ein Band verwendet, ist es vorzugsweise auf jener Körperseite zu verwenden, die der Straßen zu gewandt ist. Insbesondere bei Sportbekleidung sollte darauf geachtet werden, dass (wie vielfach bereits der Fall) reflektierende Materialien eingearbeitet sind.
Aber auch für Hund gibt es spezielle Westen. Wichtig sei es auch, den Kinderwagen mit Reflektoren auszustatten.
Bei Fahrrädern wird dringend geraten, dieses gut zu beleuchten, die Pedalrückstrahler und Reflektoren an den Speichen auf ihre Funktion hin zu überprüfen. Reifen mit reflektierender Umrandung werden empfohlen. Dazu wird sowohl bei Fußgängern als auch bei Radfahrern geraten, Stirnlampen oder LED-Blinklichter zu verwenden.
Tipps für Autofahrer
Damit Autofahrer andere Verkehrsteilnehmer gut sehen können, gilt:
- Das Fernlicht ist so oft als möglich zu verwenden.
- Die Windschutzscheibe von innen und außen reinigen
- Die Scheibenwaschanlage sollte optimal funktionieren und für die winterlichen Bedingungen gerüstet sein
- Ebenfalls sollte auf eine optimale Scheinwerfereinstellung und Scheinwerferreinigung geachtet werden.


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