ARBÖ Oberösterreich: Pannenhelfer legten im Jahr 2021 knapp 520.000 Kilometer auf Einsätzen zurück
OÖ. Trotz geringerem Verkehrsaufkommen während der anhaltenden Corona-Pandemie waren die rund 90 Pannenhelfer des ARBÖ OÖ im vergangenen Jahr 20.125mal als Helfer in der Not gefragt.

Insgesamt umrundeten die oberösterreichischen ARBÖ-Pannenhelfer in 2021 fast 13 Mal den Globus in ihren „weißen Bernhardinern“. „Selbst in den schwierigsten Monaten im Corona-geplagten Jahr 2021 war der ARBÖ rund um die Uhr im Einsatz. Trotz Covid-Pandemie gab es in 2021 20.125 Pannen-Einsätze“, berichtet Thomas Harruk, Landesgeschäftsführer des ARBÖ Oberösterreichs.
Effektive Pannenhilfe, geringe Wartezeiten
Die durchschnittliche Wartezeit von der Pannenaufnahme bis zum Eintreffen am Pannenort im Jahr 2021 betrug nur rund 36 Minuten. 95 Prozent der liegengebliebenen Fahrzeuge konnten die Techniker direkt vor Ort wieder fahrtüchtig machen. Das Ranking der Einsatzgründe führen mit 35 Prozent streikende oder schwache Batterien an, gefolgt Elektronik-Problemen (32 Prozent) und Reifenschäden (28 Prozent). Besonders einsatzstark waren der Jänner und die Sommermonate Juli und August, in denen zahlreiche altersschwache Batterien vor der Urlaubsfahrt getauscht werden mussten.
Die wachsende Beliebtheit der E-Mobilität macht sich bemerkbar. Auffällig war im vergangenen Jahr die merklich steigende Einsatzzahl für Pannen bei E-Fahrrädern wegen defekter Akkus und defekter Elektronik. Auch die Einsätze für die Starthilfe bei Elektrofahrzeugen häufen sich. Elektroautos nutzen zum Fahren zwar eine eigene Hochvoltbatterie, aber für die Bordelektronik und den Startvorgang ist eine herkömmliche 12-Volt-Batterie zuständig, die sich nach längeren Standzeiten wie bei jenen von Verbrennungsmotoren entladen kann.
Kinder und Tiere aus Autos befreit
Wie gewohnt war der Pannennotruf auch in besonders dringenden Fällen gefragt. So mussten in 2021 wieder Haustiere und Kinder, die sich ungewollt selbst im Auto eingesperrt haben, befreit werden. Gerade bei großer Hitze im Sommer oder bitterer Kälte im Winter ist die rasche Einsatzbereitschaft in diesen Fällen besonders wichtig.
Über 22.500 „Pickerl“- Überprüfungen
Zu den Hilfeleistungen auf der Straße kamen noch technische Dienstleistungen und Wartungsarbeiten dazu, die in den oberösterreichweit 13 Prüfzentren angeboten werden. Die Hit-Liste der technischen Dienstleistungen führte wie gewohnt mit über 22.500 Überprüfungen die §57a-“Pickerl“-Begutachtung an, gefolgt vom Ölwechsel, der Fahrwerksvermessung, dem KFZ-Kauftest, der Klimaanlagen-Wartung und der Windschutzscheiben-Reparatur. Auffällig war vor allem die gestiegene Nachfrage für den KFZ-Kauftest, welche die gestiegene Nachfrage am Gebrauchtwagenmarkt spiegelt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden