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Pflegende und betreuende Angehörige im Mittelpunkt der Gesunden Gemeinde

Tips Logo Online Redaktion, 17.01.2022 20:17

OÖ. Das Motto „gesund betreuen.gesund bleiben“ haben die Gesunden Gemeinden in Oberösterreich als Jahresschwerpunkt 2022 ausgerufen. Pflegende und betreuende Angehörige stehen dabei im Mittelpunkt der Gesundheitsförderung und Prävention.

 (Foto: Chinnapong/Shutterstock.com)
(Foto: Chinnapong/Shutterstock.com)

In Oberösterreich werden rund 80.000 Personen zu Hause betreut und gepflegt. Die Folgen für die Angehörigen: stressbedingten, körperlichen Beschwerden, psychischen Problemen, Erschöpfung und Isolation. Gerade auch in der Pandemie hat sich eine Zunahme an psychosozialen Belastungen gezeigt.

„Die meisten betreuenden und pflegenden Angehörigen sind mit Mehrfachbelastungen konfrontiert, sie organisieren den eigenen Haushalt, den beruflichen und familiären Alltag und managen den Alltag der Pflegebedürftigen. Sehr viele übersehen dabei jedoch die Wichtigkeit ihrer eigenen Gesundheit. Man kann jedoch nur langfristig gut für andere sorgen, wenn man auch auf sich schaut. Darauf wollen wir in den Gesunden Gemeinden dieses Jahr besonderes Augenmerk richten und stellen die pflegenden und betreuenden Angehörigen in den Mittelpunkt des Schwerpunktjahres ‚Gesund leben in Oberösterreich‘. Sie wollen wir mit kompakten Informationen, Gesundheitstipps und hilfreichen Materialien besonders unterstützen. Vor allem aber wollen wir den Betreuenden und Pflegenden signalisieren: Es ist wichtig, auch für sich zu sorgen“, so Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Maßgeschneiderte Präventionspakete

Konkret haben Gesunde Gemeinden die Möglichkeit, aus einem Angebotskatalog ein maßgeschneidertes Präventionspaket zum Schwerpunkt „gesund betreuen.gesund bleiben“ für ihre eigene Gemeinde zu schnüren. Die Angebote in diesem zweijährigen Präventionspaket richten sich speziell an all jene, die in ihrem unmittelbaren oder näheren Umfeld jemanden pflegen und betreuen, die sich um Kinder, chronisch kranke, ältere Menschen, Personen mit psychischen Erkrankungen und/oder Personen mit Beeinträchtigung kümmern.

Angebote zu den vier Gesundheitssäulen

Die Angebote sind nach den Gesundheitssäulen Bewegung, Ernährung, Psychosoziale Gesundheit und Medizinische Themen aufgebaut. Zu diesen Bereichen werden unter anderem Sprechstunden mit Experten im kleinen Kreis angeboten, in denen nach einem Theorie-Input auch individuelle Fragen gestellt werden können. Darüber hinaus gibt es Angebote zur Sensibilisierung und Information zu verschiedenen Themenschwerpunkten, die umgesetzt werden können, wenn es pandemiebedingt nicht möglich sein sollte, Veranstaltungen in den Gemeinden zu organisieren.

Angeboten werden etwa Tipps für einen ergonomisch gesunden Alltag, wie die Natur als Ressource für Körper, Geist und Seele dienen kann und wie Möglichkeiten für Bewegung im Alltag geschaffen werden können, auch wenn wenig Zeit ist. Im Bereich Ernährung werden Tipps gegeben, wie man mit einer klugen Speiseplangestaltung im stressigen Pflegealltag Zeit sparen kann. Die Angebote im Bereich psychosoziale Gesundheit beschäftigen sich mit Themen wie Burnout oder Entspannung im Alltag. Im Bereich Medizinische Themen werden kompakte Informationen über medizinische oder pflegerische Themen angeboten, z.B. zur Entlastung bei Demenz. Viele Unterstützungsmöglichkeiten sind ohne digitale Kompetenzen schwer zugänglich. Auch darauf wird mit einem entsprechenden Angebot reagiert.

Ziel: Gut leben bis ins hohe Alter 

„Corona mag vieles verändert haben – unser Ziel nicht: Dass die Menschen in Oberösterreich gesund und gut leben können bis ins hohe Alter. Besonders in dieser fordernden Zeit ist es wichtiger als je zuvor, die Gesundheit in den einzelnen Gemeinden zu thematisieren und Schwerpunkte zu setzen. Ich danke allen, die sich in den Gesunden Gemeinden für Gesundheitsförderung und Prävention engagieren und mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag für ein gesundes Oberösterreich leisten. Denn mit dem Thema Gesundheit und Vorsorge erreichen wir die Menschen am besten dort, wo sie aufwachsen, leben und alt werden, wo sie ihren Alltag verbringen, wo sie rasch und unkompliziert informiert werden können“, so Haberlander.


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