25 Jahre Omadienst: Flexible und familiennahe Kinderbetreuung

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Karin Seyringer Tips Redaktion Karin Seyringer, 26.01.2022 17:53 Uhr

OÖ. Seit 25 Jahren gibt es in OÖ das Angebot des Omadienstes des Katholischen Familienverbandes OÖ. Allerdings werden mittlerweile auch jüngere Personen als Betreuungspersonal angesprochen – mit dem Konzept „NannyGranny“. Interessierte sind jederzeit willkommen.

„Neben neuen Arbeitszeitmodellen ist eine bestmögliche Kinderbetreuung das dringlichste Anliegen junger Familien“, so Familien-Landesrat LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ). Kinderbetreuung könne nicht durchgängig von staatlichen Institutionen sichergestellt werden, hier komme der Omadienst ins Spiel. „Er entlastet und unterstützt die Familien, fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bietet eine erfüllende Tätigkeit.“ Vor allem auch Alleinerziehende profitieren von der Unterstützung.

Für jene, die nicht auf Großeltern zur Unterstützung zurückgreifen können, ist der Omadienst des Katholischen Familienverbandes OÖ – mit der finanziellen Unterstützung durch das Familienreferat des Landes OÖ, ein flexibles Betreuungsmodell. Der Vorteil: Keine Bindung an Öffnungszeiten, der Omadienst wird nicht als Parallel-Organisation, sondern als Ergänzung zu den institutionellen Einrichtungen in OÖ gesehen. Die Betreuung erfolgt zu Hause und die Kinder bekommen eine zusätzliche Bezugsperson.

355 NannyGrannys bei Familien

„Seit 25 Jahren gibt es den Omadienst – das hat sich über die Jahre weiterentwickelt, das Serviceangebot gibt es in ganz Oberösterreich“, so Alexandra Hager-Wastler, Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes.

Aktuell 355 Betreuungspersonen sind im Einsatz und betreuen 774 Kinder in 451 Familien. „Die Betreuung ist flexibel, verlässlich, familiennahe, das Wohl des Kindes steht im Vordergrund“, unterstreicht auch sie die Vorteile. Die Betreuungsperson verstehe sich nicht als einmaliger Babysitter, sondern komme regelmäßig und es gehe um den Aufbau einer längerfristigen Beziehung.

Mittlerweile sind aber nicht mehr nur Leihomas im Einsatz, sondern auch jüngere Frauen werden angesprochen.

Geschulte Personen - Interessierte willkommen

Die Betreuungspersonen werden geschult, kommen etwa ein bis zweimal pro Woche, übernehmen die Kinderbetreuung - vom Spielen über Vorlesen bis zu Aktivitäten im Freien, übernehmen gerne auch den Abholdienst vom Kindergarten. „Dann wird oftmals der Weg nach Hause zum Abenteuer. Weil sie Zeit haben und sich auf Kind einlassen können“, so Hager-Wastler.

Mittlerweile sieben unterschiedliche Bildungsseminare werden angeboten, wobei die Basis und der Kindernotfallkurs Pflicht sind. Auch persönliche Beratung wird angeboten. Man sei immer auf der Suche nach neuen Betreuungspersonen, wird eingeladen, sich zu informieren und zu einem Gespräch in den Zweigstellen zu kommen. Nicht nur in Ballungszentren, auch im ländlichen Raum sei die Nachfrage groß.

Überschaubare Kosten

Für die Vermittlung der Betreuungsperson ist einmalig ein Betrag von 45 Euro zu bezahlen. Für die Betreuungskosten selbst wird – sollte die Tätigkeit nicht ehrenamtlich verrichtet werden - ein Rahmen vorgegeben – zwischen 6 und 10 Euro die Stunde. Die Person ist als „Neue Selbstständige“ tätig. Anfallende Kosten (zum Beispiel Fahrtkosten) sind von der Familie zu tragen. „Uns ist es wichtig, dass auch Familien mit geringerem Einkommen die Möglichkeit haben, das Angebot in Anspruch zu nehmen, daher wurde ein Unterstützungsfonds eingerichtet“, erläutert Hager-Wastler.

Das OÖ Familienreferat fördert den Omadienst jährlich mit 60.000 Euro, das sei auch die nächsten Jahre sichergestellt, so Haimbuchner.

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