Streunerkatzenprojekt OÖ leistet wichtigen Beitrag zum Tierschutz

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Lena Brandstätter Tips Jugendredaktion Lena Brandstätter, 10.08.2022 12:01 Uhr

OÖ. Auch in Oberösterreich führt die Katze die Liste der beliebtesten Haustiere an. Leider kommt es immer wieder vor, dass Hauskatzen verwildern, weil sie davongelaufen sind oder ausgesetzt wurden. Diese sogenannten Streunerkatzen bekommt man nur selten zu Gesicht, denn sie scheuen die Nähe des Menschen. Da viele Streuner nicht kastriert sind, kommt es zu einer raschen, unkontrollierten Vermehrung.

„Viele dieser armen Geschöpfe sind krank und besonders bei Jungtieren ist die Krankheits- und Sterblichkeitsrate aufgrund fehlender tierärztlicher Versorgung sehr hoch. Neben diversen Krankheiten, fallen Streuner leider auch häufig dem Straßenverkehr zum Opfer. Jede einzelne Kastration einer Streunerkatze verhindert, dass unzählige weitere Tiere geboren werden und diese oft einen langsamen, qualvollen Tod erleiden“, erklärt Karin Binder, Leiterin des Tierheims Freistadt.

Binder appelliert, gesichtete Streuner rasch bei den zuständigen Stellen oder Tierschutzorganisationen zu melden. Denn dann können diese Tiere im Rahmen des von vom Land OÖ geförderten Streunerkatzenprojekts eingefangen, kastriert und an ihrem angestammten Platz wieder ausgelassen werden.

Gefördertes Streunerkatzenprojekt

Das Projekt wurde 2011 ins Leben gerufen, mittlerweile arbeiten 19 Tierschutzorganisationen in Oberösterreich daran mit. Pro verwilderter Hauskatze bekommen die Partnerorganisationen vom Land OÖ einen Unterstützungsbeitrag in der Höhe von 75 Euro als finanzielle Beihilfe zur Kastration inklusive Chippung und Registrierung.

So konnten bisher mehr als 10.000 verwilderte Katzen in Oberösterreich kastriert werden. Für das Jahr 2022 sind dafür rund 115.000 Euro vorgesehen.

Gesetzliche Kastrationspflicht

Tierschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer macht auf die gesetzliche Kastrationspflicht, die für alle Freigängerkatzen gilt, aufmerksam: „Eine Kastration ist ein tierärztlicher Routine-Eingriff, der viel Katzenelend ersparen kann und daher einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz darstellt.“

Auch Tierheimleiterin Karin Binder appelliert eindringlich an alle Katzenhalter: „Jedes Katzenbaby, das zum Sterben auf die Welt gekommen ist, ist eines zu viel. Dies müsste nicht sein, wenn jeder seine Katze kastrieren lassen würde.“

Auf der Homepage des Tierschutzportals www.tierschutz.ooe.gv.at sind alle Projektpartner unter „Tierheime & CO“ mit den Kontaktdaten aufgelistet.

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