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Tips Logo Online Redaktion, 11.11.2022 12:51

LINZ/Ö. Die Bischofskonferenz setzt ein Signal für Frauen in kirchlichen Leitungspositionen: Gabriele Eder-Cakl, langjährige Pastoralamtsleiterin der Diözese Linz, wird ab März 2023 Direktorin des Österreichischen Pastoralinstitutes (ÖPI). Sie folgt Walter Krieger nach, der in den Ruhestand tritt.

Gabriele Eder-Cakl wird ab März 2023 neue Direktorin des Österreichischen Pastoralinstituts. (Foto: Violetta Wakolbinger)

Das Pastoralinstitut ist eine Fachstelle der Bischofskonferenz für Pastoral, Katechese und Evangelisierung. Es berät die Bischöfe und Diözesen im Blick auf eine Seelsorge auf der Höhe der Zeit und gestaltet die Entwicklung der Pastoral in Österreich mit.

Eder-Cakl wird verstärkt weibliche Perspektive einbringen. Sie bekannte sich in ihrer Stellungnahme zur Zusammenarbeit über Diözesangrenzen hinweg: „Ich bin überzeugt, dass heute viele Themen nur gemeinsam mit allen österreichischen Diözesen und kirchlichen Einrichtungen angegangen werden können.“ Für die entscheidende Frage „Wie geht Christin- und Christsein heute?“ gelte es aktuelle religionssoziologische Erkenntnisse mit der Seelsorge zu verbinden. Die Expertin ist davon überzeugt, dass der Glaube trotz großer Institutionenskepsis viele Chancen hat: „Die Menschen wünschen sich Orientierung und Hilfe in Krisenzeiten.“

Frauen und LGBTIQ

Impulse erhofft sich Eder-Cakl auch auf orts- und weltkirchlicher Ebene: „Es gilt als Kirche Menschen ehrlich und konsequent zu beteiligen.“ Das bedeute auch, „dass die Kirche Wege finden wird, Frauen volle Partizipation auf allen Ebenen der Kirche zu ermöglichen oder LGBTIQ-Personen und Personen mit verschiedene Lebens- und Familienformen nicht auszuschließen“.

Theologin, Managerin, Kommunikatorin

Die gebürtige Linzerin Gabriele Eder-Cakl (52) studierte in Salzburg und Tübingen Theologie und absolvierte eine Managementausbildung in Innsbruck. Sie arbeitete als Religionslehrerin, Pastoralassistentin, freie Mitarbeiterin für den ORF und ab 2004 zehn Jahre lang in der Medienarbeit der Diözese Linz – ab 2014 als Leiterin des diözesanen Kommunikationsbüros. 2015 wechselte Eder-Cakl zum Bildungszentrum „Haus der Frau“ der Katholischen Frauenbewegung. Ab 2017 leitete sie als erste Frau das Pastoralamt der Diözese Linz und den diözesanen Zukunftsprozess „Kirche weit denken“, bei dem inhaltliche Schwerpunkte und neue (Pfarr-)Strukturen erarbeitet wurden. Eder-Cakl ist verheiratet und Mutter von drei Töchtern.


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