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OÖ/LINZ/RIED IM TRAUNKREIS. Der Fachkräftemangel macht auch vor dem OÖ. Roten Kreuz nicht Halt. Rund 70 Stellen beruflicher Mitarbeiter, vor allem im Bereich Pflege, sind aktuell offen. „Wir bieten eine berufliche Tätigkeit mit Sinn“, man könne Menschlichkeit beim OÖ. Roten Kreuz zum Beruf machen, wirbt Präsident Walter Aichinger am Donnerstag in Linz. 

  1 / 3   Verena Bachmayer ist eine von rund 2.000 beruflichen Rotkreuz-Mitarbeitern. (Foto: OÖRK/fotokerschi.at)

Beim OÖ. Roten Kreuz gibt es nicht nur über 23.000 ehrenamtliche Mitarbeiter, auch 1.970 berufliche Mitarbeiter sind beschäftigt. Die Bereiche sind dabei vielfältig, von Pflegekräften über Ärzte, Mitarbeiter im Asylwesen oder der Bildung, IT und Verwaltung.

Rund 70 Stellen seien aktuell beim OÖ. Roten Kreuz offen, etwa 50 davon in der Pflege. Mit rund 5.100 betreuten Personen in der Mobilen Pflege ist das OÖ. Rote Kreuz der landesweit größte Anbieter in dieser Sparte.

„Wir suchen besonders Menschen mit Haltung, die mit ihrer Arbeit etwas Positives bewirken wollen, die Empathie und emotionale Ausstattung mitbringen“, lädt Aichinger ein, sich zu bewerben. Weiterbildungen seien zentraler Punkt und würden angeboten, ein weiterer großer Vorteil: Mit den 18 Bezirks- und 87 Ortstellen sei auch wohnortnahes Arbeiten möglich. Zudem sei ein Job beim Roten Kreuz ein sicherer Arbeitsplatz.

„Im Team und flexibel“ 

Eine Mitarbeiterin im Bereich Pflege ist Verena Bachmayer. Als diplomierte Pflegerin arbeitet die 45-Jährige aus Ried im Traunkreis seit 2007 für das Rote Kreuz in der mobilen Pflege im Bezirk Kirchdorf, hat auch mehrere Weiterbildungsangebote genutzt. „Wir betreuen immer den ganzen Menschen, nicht nur eine Wunde“, erzählt sie über die erfüllende Tätigkeit. Zu den Aufgaben zählen auch Wund-Management und die Erstellung von Pflegeplänen, auch wird mit Ärzten und Gesundheitsdienstleistern zusammengearbeitet. „Ich schätze die Abwechslung, das Arbeiten im Team und die große Flexibilität.“ Vor allem sei ihr Job auch gut mit der Familie zu vereinbaren, ihr Job sei für sie Berufung.

„Beitrag, damit Patient wieder gesund nach Hause kann“

In einem ganz anderen Bereich etwa arbeitet Katrin Pfleger. Die 31-Jährige ist biomedizinische Analytikerin im Labor der Blutzentrale in Linz, hat davor die FH für Gesundheitsberufe absolviert, auch ein für sie faszinierendes Praktikum in der Blutzentrale absolviert. In der Blutzentrale arbeitet sie in der Immunhämatologie und testet Blutkonserven auf Verträglichkeit und Immunreaktionen. Zudem ist sie mitverantwortlich für die Versorgung der Spitäler in OÖ mit Blutprodukten. „Im Endeffekt hat man einen Beitrag geleistet, dass der Patient wieder gesund nach Hause kann, wir versuchen im Sinne des Patienten, das Optimum herauszuholen“, so Pfleger. Auch in der Freizeit lässt sie das Rote Kreuz übrigens nicht los, die gebürtige Mühlviertlerin ist ehrenamtliche Rettungssanitäterin an der Dienststelle Ulrichsberg im Bezirk Rohrbach.

„Aufgaben werden mehr werden“

Generell würden die Aufgaben mehr werden, angesichts der demografischen Entwicklung und auch Ärztemangel. Aber auch die Berufsbilder würden sich ändern, so Aichinger. Diplomierte Pflegekräfte etwa würden höherwertige Tätigkeiten übernehmen, die bisher bei praktischen Ärzten liegen, etwa bei chronisch kranken Patienten. Daran werde kein Weg vorbeiführen, ist er überzeugt, deswegen sei auch die Weiterbildung so wichtig.

Das Rote Kreuz betreibt in Aschach und Hartkirchen dazu auch ein Pilotprojekt, wo Pflegekräfte des Roten Kreuzes gemeinsam mit niedergelassenen praktischen Ärzten arbeiten. Das Projekt sei sehr erfolgreich, sei vom Bund auch für weiterer Jahre genehmigt und finanziert, so Aichinger.

 


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