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Aggressiv gegen Honigbiene: Invasive Hornissenart "Vespa Velutina" in Österreich nachgewiesen

Tips LogoKarin Seyringer, 11.04.2024 16:27

OÖ/LINZ/SALZBURG. Die südostasiatische Hornisse „Vespa Velutina“ breitet sich Richtung Europa aus. Nun wurde sie erstmals in Österreich nachgewiesen, in Salzburg. Oberösterreich bereite sich aktiv mit Maßnahmen auf die aggressive Hornisse, die Bienenvölker schädige, vor. Am Donnerstag tagt auf Initiative des Bienenzentrums OÖ ein Runder Tisch.

Die invasive Hornissenart "Vespa Velutina" wurde erstmals in Österreich nachgewiesen - Symbolbild. (Foto: Henk Wallays/Wirestock/stock.adobe.com)

Seit 2004 breitet sich die Vespa velutina von Südwestfrankreich über Europa aus. Letztes Jahr wurde sie erstmals in Tschechien sowie an der österreichischen Grenze in Ungarn bestätigt. Nun ist diese Hornissenart das erste Mal in Österreich, in Salzburg, aufgetreten.

Gezielte Jagd auf Honigbienen

Innerhalb eines Jahres können die Nester der Art eine Größe von bis zu 10.000 Individuen erreichen. Ein einzelnes Volk bringt etwa 300 begattete Jungköniginnen hervor, die im folgenden Jahr eigenständige Nester bauen.

Die Vespa velutina schädigt Bienenvölker durch gezielte Jagd auf Honigbienen zur Fütterung ihrer Larven. Sie fangen die Bienen in der Luft und transportieren sie in ihre Nester. Dies verursacht erheblichen Stress in den Bienenvölkern, beeinträchtigt ihre Nahrungssuche und führt letztendlich zu einem Rückgang der Bienenvölker.

Der größte Unterschied zu heimischen Hornissenarten sind das aggressive Jagdverhalten und das Aussehen. Charakteristisch ist eine dunkle Färbung mit orangem Gesicht sowie Streifen am Hinterleib und Beine.

Runder Tisch erarbeitet Maßnahmen

Um mögliche Maßnahmen zur Prävention und Eindämmung zu erarbeiten, wurde in Oberösterreich eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Am Donnerstag tagt der Runde Tisch, initiiert vom Bienenzentrum OÖ, erneut, mit Vertretern von Imkerei sowie des Landes OÖ.

Erarbeitet und diskutiert werden Maßnahmen wie

  • Hilfe zur Selbsthilfe (Schulungen zur Erkennung und Bekämpfung)
  • Mögliche Fördermaßnahmen von Schutzausrüstung
  • Etwaige Forschungsprojekte

„Oberösterreich ergreift proaktiv Maßnahmen, um sich intensiv auf das Auftreten dieser aggressiven und invasiven Hornissenart vorzubereiten. Erste Maßnahmen werden im Zuge des Runden Tisches erarbeitet. Wir behalten die Situation aufmerksam im Auge“, so Agrar-Landesrätin und Bienenzentrum OÖ-Schirmherrin Michaela Langer-Weninger.

Sie ruft zudem insbesondere Imker auf, besonders wachsam auf das Auftreten der Asiatischen Hornisse zu achten und Funde unverzüglich zu melden.


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