Am 14. Februar ist Valentinstag: Das sind die floralen Trends 2025
OÖ/LINZ. Am 14. Februar ist Valentinstag. Elke Lumetsberger, Landesinnungsmeisterin Gärtner und Floristen und ihr Stellvertreter Wolfgang Meier wissen: „Blumen sind einfach die zeitlosen Klassiker“. Dabei stehen nicht nur rote Rosen, sondern auch verspielte und bunte Frühlingssträuße aus heimischer Produktion hoch im Kurs, wie die beiden bei einem Besuch in der Tips-Geschäftsstelle Linz unter anderem erzählen.

Nicht nur Sträuße aus Rosen, Tulpen, Narzissen oder Primeln sind eine gute Wahl, immer beliebter werden laut Landesinnungsmeisterin Elke Lumetsberger auch Arrangements mit Frühlingsblühern, die aus heimischer Produktion stammen. „Es kommt ganz auf den Geschmack an, erlaubt ist, was gefällt. Ob üppiger Blumenstrauß, eine bepflanzte Schale oder eine Solitärblume – auch zu Valentin ist alles möglich.“
Fachhändler stehen mit Rat und Tat zur Seite
Ob romantisch-verspielt, modern-minimalistisch oder farbenfroh-wild: erlaubt ist, was gefällt. Beim Besuch eines Fachbetriebs macht man mit Sicherheit ebenfalls nichts falsch. „Floristik ist Handwerk, Kunsthandwerk. Die Fachgeschäfte bieten auch Service, Beratung und Tipps zur Pflege“, so auch Fachgruppengeschäftsführerin Monika Nowotny. Gerade in den Fachgeschäften werde zudem beim Verpackungsmaterial auf Nachhaltigkeit gesetzt.
Eine Empfehlung: Auch wenn es gerade zum Valentinstag eine große Palette frisch vorbereiteter Sträuße und Arrangements gebe, „gerne auch vorbestellen, ein schöner, ordentlicher und individuell gestalteter Strauß braucht auch etwas Zeit.“ Gerne angenommen werde auch Lieferservice unter Vorbestellung mit einer netten Karte.
Florale Farbtrends 2025
Bei den allgemeinen Farbtrends im heurigen Blumenjahr wird Natürlichkeit und Ruhe großgeschrieben, zeigt auch die vom Pantone-Institut auserkorene Trendfarbe des Jahres „Mocha Mousse“ – ein warmes, sattes Braun. „Sehr harmonisch passt diese in Kombination mit Pastelltönen wie Nude, Flieder und Hellblau“, weiß Lumetsberger.
Der „Slow Life“ genannte aktuelle Trend verwendet einfache Formen und natürliche Materialien, die ebenfalls beruhigend wirken. Ein weiterer Trend laut den Fachexperten: „Unique Utopia“, der von tropischer Natur inspiriert ist, verwendet warme Farben wie Aubergine, Purpur und Rot und kombiniert diese mit leuchtenden Tönen in Gelb, Pink und Türkis.
Blau- und Violetttöne, ergänzt durch metallische Farben und Kontraste zwischen matt und glänzend, kennzeichnen den Trend „Cosmic Future“, der besonders mit transparenten Materialien und abstrakten Accessoires überzeugt. „Radiant Energy“ greift ebenfalls auf einen frischen Blauton zurück und außerdem auf Grün, Orange, Lila und Pastellfarben, die durch neutrale Grautöne balanciert werden.
„Ich bin selbst schon gespannt, wie diese Farbentrends heuer umgesetzt werden“, freut sich die Meisterfloristin auch schon auf die anstehende Hochzeitssaison.
„Der Garten ist zum erweiterten Wohnraum geworden“
Aktuell sehr zufrieden mit dem Bereich Gartengestaltung zeigt sich Landesinnungsmeister-Stellvertreter Wolfgang Meier. „Heuer gibt es schon sehr viele Anfragen“, erzählt der Fachexperte.
„Wir haben den Einbruch in der Bauwirtschaft zwar auch leicht gespürt, aber trotzdem sind wir sehr zufrieden. Privat wird sehr gut überlegt und vorgeplant für den Garten, das merken wir in den Anfragen. Die Leute haben Lust auf Draußen. Der Garten wird intensiver genutzt, belebt und gelebt. Er ist erweiterter Wohnraum geworden. Es wird auch mehr Wert als früher auf Beratung gelegt“, freut er sich. Aktuell besonders beliebt ist das Thema Beleuchtung, auch indirekter Beleuchtung etwa bei Bäumen.
„Schöner, abwechslungsreicher Beruf“
Sowohl im Bereich Gartengestaltung als auch in der Floristik sind Meier und Lumetsberger zufrieden mit den Lehrlingszahlen. „Wir sind gefragt, die Lehrlingszahlen sind in beiden Bereich stabil, aber wie überall muss man dran sein, um Lehrlinge zu bekommen.“
„Es ist ein schöner, abwechslungsreicher, grüner Beruf“, so Lumetsberger und Meier. Gerade die Gartengestaltung sei mittlerweile auch ein sehr umfangreicher Beruf geworden, nennt Meier als Beispiel immer beliebter werdende Biopools.
Generell sei die Branche in Oberösterreich sehr stabil, freut sich auch Fachgruppengeschäftsführerin Monika Nowotny. Rund 1.000 Mitglieder zählt der Fachverband in Oberösterreich.
„Blühendes Österreich“ in Wels
Wer sich genauer informieren möchte, gerade zum Beispiel eine Gartengestaltung plant oder die Vielfalt des Floristikhandwerks bestaunen möchte, findet von 4. bis 6. April bei der Messe „Blühendes Österreich“ in Wels eine gute Gelegenheit. Dort findet nicht nur der Landes-Lehrlingswettbewerb statt, auch die Meisterausstellung „Flower Escape Room“ gibt es zu entdecken. Zudem kann man sich im großen Bereich der Gartengestalter viele Ideen für den eigenen Garten holen.


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