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"Beteiligung kommt von Teilen" - 24. Benefizsuppenessen im Linzer Landhaus

Tips LogoKarin Seyringer, 27.02.2026 17:39

OÖ/LINZ. Im Zeichen von Empowerment stand das traditionelle Benefizsuppenessen der Katholischen Frauenbewegung OÖ im Linzer Landhaus am Freitag. Heuer steht bei der Aktion Familienfasttag besonders die Stärkung von Frauen in Indien im Mittelpunkt.

  1 / 4   V. l.: Lehrerin Maria Führer-Lettner, Fachlehererin Andrea Ertl, Direktorin Adelheid Burtscher-Zauner (Fachschule Mauerkirchen), Landeshauptmann Thomas Stelzer, kfb oö-Vorsitzende Ursula Schmidinger, Bischof Manfred Scheuer, Michaela Leppen (Leiterin des Teams Frauen in der Diözese Linz/kfb oö) sowie Sarah Nussdorfer und Katharina Österbauer von der Fachschule Mauerkirchen (Foto: Thomas Markowetz)

Landeshauptmann Thomas Stelzer und Margit Schmidinger, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung (kfb) OÖ, luden zum 24. Benefizsuppenessen ins Landhaus. Unter dem Motto „Beteiligung kommt von Teilen“ standen inhaltlich die Gleichstellung und Teilhabe von Frauen an einem Beispiel in Indien im Mittelpunkt.

Die kfb OÖ setzt sich seit über 65 Jahren in rund 65 Projekten in Ländern des globalen Südens für Zugang zu Bildung, Sicherung der Lebensgrundlagen und Wahrung der Menschenwürde ein. Ein Projekt davon ist SEEDS.

Empowerment als Schlüssel

Die Aktion Familienfasttag der kfb arbeitet in Indien mit der Organisation SEEDS zusammen. SEEDS (Socio Economic and Education Development Society) wurde 1995 von einer Gruppe von Sozialaktivistinnen in der Industriestadt Jamshedpur gegründet, um gezielt in ländlichen Gebieten Nordindiens soziale Transformation zu ermöglichen – insbesondere durch die Stärkung benachteiligter Frauen.

Die Vision ist es, durch Ermächtigung, Mitgestaltung und Einbeziehung indigener Gemeinschaften an einer gerechten, inklusiven und emanzipierten Gesellschaft zu arbeiten. Mit SEEDS lernen indigene Frauen in Osten Indiens ihre Rechte kennen, wehren sich gegen Männergewalt, fordern Mitsprache in Gemeinderäten ein und gestalten neue Realitäten. Auch durch die Unterstützung der kfb ist es möglich, Bildungsprojekte, landwirtschaftliche Initiativen und politische Schulungen umzusetzen.

„Für echte Teilhabe“

Margit Schmidinger betonte: „Als kfb OÖ setzen wir uns für echte Teilhabe und Partizipation von Frauen in allen Bereichen des Lebens ein. Wir wollen gesehen und gehört werden. Wir wollen mitgestalten. Wir wollen nicht mehr – wir wollen das Gleiche: die gleichen Rechte, die gleiche Aufmerksamkeit, die gleichen Gehälter.“

Gleichstellung sei auch hierzulande noch nicht erreicht. „Gerechtigkeit ist kein Zustand, sondern eine dauerhafte Aufgabe. Sie braucht Strukturen, die Beteiligung ermöglichen, und den Mut, Macht zu teilen.“

„Solidarität ist ein starkes Zeichen“

Landeshauptmann Thomas Stelzer hob die Bedeutung des Teilens hervor: „Das Benefizsuppenessen erinnert uns daran, dass Zusammenhalt mit einfachen Gesten beginnt.“ Teilen bedeute, Verantwortung zu übernehmen und dort zu helfen, wo Unterstützung dringend gebraucht werde. „Diese Solidarität ist ein starkes Zeichen – auch über Oberösterreich hinaus.“

Das Land OÖ verdoppelt auch heuer wieder den beim Benefizsuppenessen im Landhaus gesammelten Spendenbetrag.

Zu Gast war auch Bischof Manfred Scheuer, der die Bedeutung von „Ermächtigung“ als Grundlage für gesellschaftliche Veränderung unterstrich: Empowerment bedeute Verantwortung und Gestaltung – und sei Voraussetzung für gerechte Entwicklung.

Suppen aus Mauerkirchen

Für die kulinarische Umsetzung sorgten Schülerinnen der Fachschule Mauerkirchen. Serviert wurden Erdäpfel-, Innviertler Brot- und Linsensuppe. Unterstützt wurde die Veranstaltung von zahlreichen regionalen Betrieben sowie langjährigen Sponsoren.

Die Spenden kommen der Aktion Familienfasttag zugute, die unter dem Motto „Teilen spendet Zukunft“ weltweit Projekte fördert.

Suppensonntag – eine Institution in Oberösterreich

Getragen wird die Aktion von ehrenamtlich tätigen kfb-Frauen in den Pfarren in ganz Österreich. Zahlreiche kfb-Gruppen laden zu Fastensuppenessen in die Pfarrheime ein, bieten Suppe im Glas zum Mitnehmen an und gestalten Gottesdienste mit. Allein in Oberösterreich sind rund 3.000 Frauen rund um den Familienfasttag im Einsatz. Jährlich werden von rund 250 kfb-Gruppen in OÖ durchschnittlich je 150 Liter Suppe – insgesamt also rund 37.500 Liter Suppe – angeboten.

Veranstaltungen und Termine: www.dioezese-linz.at/kfb

Mehr Infos zur Aktion Familienfasttag unter www.teilen.at


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