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Land OÖ plant Anlaufstelle für Post-Covid-Syndrom- und ME/CFS-Betroffene

Tips LogoKarin Seyringer, 18.03.2026 16:07

OÖ. Oberösterreich will die Versorgung für Menschen mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS) - darunter fallen etwa das Post-Covid-19-Syndrom oder Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) - verbessern. Vorbereitungen für eigene Anlaufstelle für Betroffene laufen, teilt LH-Stellvertreterin, Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander (ÖVP) am Mittwoch mit. 

Symbolfoto (Foto: nik0.0kin/stock.adobe.com)
Symbolfoto (Foto: nik0.0kin/stock.adobe.com)

Haberlander habe den entsprechenden Auftrag erteilt, die Planungen durch Experten seien angelaufen.

Ziel ist eine bessere und gezieltere Versorgung der Betroffenen im Bundesland. Da es derzeit keine einheitliche Vorgehensweise in Österreich gibt, orientiert sich Oberösterreich an bestehenden Modellen anderer Bundesländer, insbesondere an der Steiermark.

Vernetzungstreffen mit Initiative und Gesundheitspartnern

Im Vorfeld fanden zwei Vernetzungstreffen gemeinsam mit der ME/CFS-Betroffeneninitiative Oberösterreich statt. Daran beteiligt waren unter anderem Vertreter der Ärztekammer, der Österreichischen Gesundheitskasse, der Pensionsversicherungsanstalt, des Roten Kreuzes, der Krankenhäuser sowie von Ministerium und Land.

„Wir wissen, dass die Betroffenen und ihre Angehörigen immens gefordert sind. Uns alle eint, dass wir in Oberösterreich die Situation verbessern wollen. Dabei ist wichtig, alle Systempartner miteinzubeziehen, gesamthaft Lösungen zu entwickeln. Deshalb wollen wir einen entscheidenden Schritt setzen, um die medizinische und soziale Unterstützung von Patientinnen und Patienten zu verbessern, die nach Infektionskrankheiten an schwerwiegenden Folgeerkrankungen leiden. Besonders wichtig ist mir, dass wir uns dabei an den Bedürfnissen der Betroffenen und ihrer Angehörigen orientieren und nicht am Ziel vorbeiplanen. Daher wird auch die ME/CFS-Betroffeneninitiative Oberösterreich in die Konzeptionierung eingebunden.“

Zugleich verweist sie auf bestehende Herausforderungen: „Wir wissen aber, dass das Erkennen und Behandeln von PAIS eine große Herausforderung darstellen. Auch von Seiten der Forschung wird es noch weitere Anstrengungen brauchen, um Betroffenen umfassend helfen zu können.“

SPÖ sieht „Alibi-Lösung“

SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder bezeichnet die angekündigte Anlaufstelle als unzureichend und spricht von einer „Scheinlösung“, verweist auf entsprechende Forderungen von SPÖ und Grünen in den letzten Jahren. Aus Sicht der SPÖ seien umfassendere Versorgungsstrukturen notwendig. „An einer echten Einrichtung, in der umfassend geholfen werden kann, führt kein Weg vorbei“, verweist Binder auf einen Antrag im anstehenden Unterausschuss. 


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