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Mehr Geld und klare Regeln für Jugendzentren in OÖ

Tips LogoKarin Seyringer, 19.03.2026 15:08

OÖ/LINZ. Mehr Geld, klare Standards, neue Förderrichtlinie: das Land Oberösterreich baut die Unterstützung für Jugendzentren aus. Gleichzeitig werden aber auch verbindliche Vorgaben gemacht.

Christa Pacher-Gratzer, Leiterin des JugendService OÖ, Jugend-Landesrat Christian Dörfel und Karin Peham-Strauß, Vorsitzende des Netzwerkes der offenen Jugendarbeit in OÖ und Leiterin des JUZ Perg (v. l.) (Foto: Land OÖ/Antonio Bayer)

In Oberösterreich gibt es knapp 150 Jugendzentren und Jugendtreffs – damit rund ein Viertel aller Einrichtungen in Österreich. Sie bieten Jugendlichen Räume abseits von Schule und Familie, um sich auszutauschen und wichtige Alltagskompetenzen zu lernen. Offene Jugendarbeit ist für viele auch eine wichtige Unterstützung. Darüber hinaus fördern Jugendzentren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Besonders im städtischen Raum treffen junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen aufeinander. 

„Jugendzentren sind heute unverzichtbare Orte der Begleitung, Krisenintervention und Lebensschule. Wir begegnen den Jugendlichen auf Augenhöhe – ohne Notendruck oder Erwartungshaltungen der Eltern. Wenn wir beispielsweise gemeinsam kochen, geht es um mehr als das Sättigen. Wir vermitteln Alltagskompetenzen: Wie plane ich einen Einkauf mit wenig Geld? Wie sieht gesunde Ernährung aus? Und vor allem: Wie wertvoll ist das soziale Erlebnis, gemeinsam an einem Tisch zu essen?“, erläutert Karin Peham-Strauß, Vorsitzende des Netzwerks der offenen Jugendarbeit in OÖ (OÖJA).

Neue Richtlinie mit vier Schwerpunkten

Die neue Richtlinie zur Förderung des laufenden Aufwandes von Jugendzentren und Jugendtreffs ist seit Jahresbeginn in Kraft. Die Förderung erfolgt über das JugendService des Landes OÖ. 

Die Richtlinie basiert auf vier Schwerpunkten:

  • Fachliche Qualifikation: Geschulte Mitarbeitende als Grundlage professioneller Jugendarbeit; fachliche Qualifikation der Betreuungspersonen ist Voraussetzung für eine Förderung.
  • Gemeinsame Werte: für ein respektvolles Miteinander ist die „OÖ Hausordnung“ wichtiger Teil der neuen Förderrichtlinie.
  • Kinderschutzkonzepte: Das Vorhandensein bzw. die Implementierung eines eigenen Kinderschutzkonzepts ist künftig Voraussetzung für eine Förderung.
  • Transparente Finanzierung: Nachvollziehbare und faire Kriterien für die Verteilung der Landesmittel: Die Förderung orientiert sich an Öffnungszeiten, Personaleinsatz, Veranstaltungskosten und Betriebskosten und ist gedeckelt mit einem Betrag von maximal 15.700 Euro pro Standort.

„Die neue Richtlinie baut auf Schwerpunkten auf, die eine zeitgemäße, verantwortungsvolle und nachhaltige Jugendarbeit in Oberösterreich sicherstellen sollen. Damit schaffen wir klare und verlässliche Rahmenbedingungen. Unser Ziel ist es, Qualität, Sicherheit und Professionalität in der offenen Jugendarbeit weiter zu stärken und Jugendliche auf dem Weg des Erwachsenwerdens zu begleiten“, so Christa Pacher-Gratzer, Leiterin des JugendService des Landes OÖ.

Das Antragsformular sowie die Förderrichtlinie sind abrufbar unter www.jugendservice.at/juz

Budget erhöht

Das Budget wurde um rund 20 Prozent erhöht, wie Jugend-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) ausführt. „Die offene Jugendarbeit ist eine wertvolle Ergänzung zur Jugendarbeit in den Vereinen und eine wichtige Investition in die Zukunft unseres Landes. Jugendzentren sind Orte, an denen junge Menschen Vertrauen, Orientierung und Gemeinschaft finden. Hier entstehen Beziehungen, hier werden Konflikte gelöst und hier lernen Jugendliche oft Fähigkeiten, die sie ein Leben lang begleiten. Um diese wichtige Arbeit zukunftssicher zu machen, haben wir das Förderbudget für Jugendzentren um rund 20 Prozent angehoben und die Förderungen an klare Qualitätsstandards geknüpft.“


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