Begehbares Gebärmuttermodell bei Barmherzigen Brüdern Linz schafft Bewusstsein für Vorsorge
OÖ/LINZ. Gynäkologische Krebserkrankungen, Früherkennung und Vorsorge standen und stehen am Donnerstag, 8., und Freitag, 9. Oktober, im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz im Mittelpunkt. Besonders anschaulich wird das Thema mit einem begehbaren Modell der Gebärmutter, dass an beiden Tagen im Spital vor Ort ist.

Gemeinsam mit dem Ordensklinikum Linz, Barmherzige Schwestern, werden die Petrol Ribbon Awareness Days veranstaltet.
An den beiden Vormittagen sind jeweils Schulklassen zu Gast. Mit den Jugendlichen wird altersgerecht zu Themen wie Sexualgesundheit, HPV, Verhütung, Vorsorge, erster Besuch beim Frauenarzt oder warum gynäkologische Gesundheit auch für männliche Jugendliche relevant ist gesprochen. Bereits am Donnerstag waren rund 300 Jugendliche vor Ort.
An den Nachmittagen standen und stehen Fachvorträge, persönliche Gespräche und verständliche Informationsangebote im Mittelpunkt.
Am Freitag, 9. Oktober, finden die Infoveranstaltungen für Interessierte von 13.30 bis 16 Uhr statt. Auf dem Programm stehen Themen wie Krebsprävention, Früherkennung, Wechselbeschwerden und auch Blutungen nach der Menopause, die Betroffene unbedingt ärztlich abklären lassen sollten. Ein weiterer Schwerpunkt behandelt Abnehmspritzen, Adipositas und Gebärmutterschleimhautkrebs.
Begehbare Gebärmutter
Besonders anschaulich können die Themen mittels einem rund 6,90 mal 5,20 Meter großes Model einer Gebärmutter vermittelt werden. Die Gebärmutter ist begehbar und zeigt neben dem Aufbau des Organs gutartige wie auch bösartige Erkrankungen, die von Fachleuten bei Führungen auch genauer erklärt werden.
Vorsorge und Aufklärung bedeutend
„Viele gynäkologische Krebserkrankungen sind heute gut behandelbar – vorausgesetzt, sie werden früh erkannt. Genau deshalb setzen wir mit den Petrol Ribbon Awareness Days auf Aufklärung“, so Primar Lukas Hefler. Er leitet die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz und am Ordensklinikum Linz und ist wissenschaftlicher Leiter der Veranstaltung. „Unser Ziel ist es, medizinisches Wissen verständlich zu vermitteln und Frauen zu ermutigen, Warnsignale ernst zu nehmen und Vorsorgeangebote wahrzunehmen.“ Er verweist auch auf das begehbare Organmodell, dass sichtbar mache, was sonst verborgen bleibe.
Das unterstreicht auch Landtagsabgeordnete Elisabeth Manhal: „Für ein gesundes Leben braucht es viel Prävention und Vorsorge. Als Land OÖ wollen wir die Rahmenbedingungen schaffen, die Menschen dabei unterstützen, möglichst lange Gesund zu bleiben und Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Die Awareness-Tage leisten hier einen wichtigen Beitrag.“
Breites Fachwissen
Zu Gast bei einer Präsentation am Donnerstag waren auch Oberärztin Judith Lafleur, Stv. Abteilungsleitung Gynäkologie und Leiterin des Gynäkologischen Tumorzentrums, die Geschäftsführerin der OÖ Krebshilfe Maria Sauer, Nicole Concin (Meduni Wien und Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie), Hubert Eisl, Gesamtleiter der Barmherzigen Brüder Linz, der Ärztliche Direktor der Barmherzigen Brüder Thomas Berger sowie der Ärztliche Direktor der Barmherzigen Schwestern Stefan Beyerlein.
Mehr Infos und das Programm ist unter www.petrolribbon.at abrufbar.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden