Judo-Weltelite gastiert von 25. bis 27. Mai in Linz
LINZ/OÖ. In der TipsArena in Linz geht vom 25. bis 27. Mai die Premiere des „Upper Austria Judo Grand Prix“ über die Bühne. Mit besonderer Spannung werden dabei die Lokalmatadoren Shamil und Wachid Borchashvili die Auslosung am 24. Mai in der Kategorie bis 81 kg verfolgen, könnte es doch in Linz zu einem ersten Wettkampf-Duell der beiden Brüder kommen.

An drei Wettkampftagen werden ab Donnerstag in einer Woche beim „Upper Austria Judo Grand Prix“ 452 Judoka aus 69 Nationen erwartet. Der Nennschluss läuft noch bis 18. Mai. Aktuell sind nicht weniger als 13 Top-Ten-Athleten genannt – etwa die deutsche Ex-Weltmeisterin Anna-Maria Wagner (GER/-78) und der Weltranglisten-Erste Denis Vieru (-66/MDA). Österreich stellt 42 Starter – darunter das gesamte WM-Team und davon nicht weniger als 15 Oberösterreicher. Inklusive Coaches und Betreuer sind beim 3-Tages-Event, das auf drei Matten ausgetragen wird, rund 800 Personen zu Gast.
Die letzte vergleichbare World Tour Veranstaltung in Österreich fand vor 22 Jahren in Linz-Leonding statt (Grand-Prix Austria 2001).
Österreichs Judo-Verband sitzt in Linz
„Der Judosport schlägt mit dem Upper Austria Grand Prix in Oberösterreich weiterhin starke Wurzeln. Das freut mich ganz besonders für unsere Spitzenathletinnen und Spitzenathleten – darunter die aktuelle WM-Bronzemedaillengewinnerin Michaela Polleres oder unsere OÖ-Aushängeschilder Shamil und Wachid Borchashvili. Diese können sich in unmittelbarer Nähe zum Olympiazentrum Oberösterreich, in dem der österreichische Judo-Verband ab 2021 seinen Bundesstützpunkt angesiedelt hat, in den kommenden Jahren mit der Elite dieser Weltsportart messen“, so Landesrat Achleitner, der den rot-weiß-roten Assen beim Heim-Grand-Prix auch vor Ort die Daumen drücken wird.
Kampf gegen den eigenen Bruder? „Das wäre richtig cool“
Wachid Borchashvili, 24, kehrte mit einem lachenden und weinenden Auge von der WM in Doha zurück: „Der siebente Rang bringt wichtige Punkte für die Weltrangliste. Schade, dass ich aufgrund einer Knieverletzung nicht im Mixed-Team-Bewerb antreten konnte. Für den Heim-Grand-Prix nächste Woche sollte ich wieder fit werden. Vor meiner Familie und meinen Freunden kämpfen zu können, bedeutet mir sehr viel.“
Shamil Borchashvili, 27, hätte gegen ein erstes Wettkampf-Duell mit seinem um drei Jahre jüngeren Bruder nichts einzuwenden: „Im Gegenteil! Das wäre richtig cool. Wachid hat zuletzt eine Reihe von sehr guten Ergebnissen abgeliefert. Er ist technisch variantenreicher, ich habe gerade bei Großereignissen schon mehr Erfahrung und lebe von meiner physischen Stärke. Noch würde ich auf mich setzen…“
Sabrina Filzmoser plant ihren finalen Nationalteam-Auftritt
Die 42-jährige Oberösterreicherin Sabrina Filzmoser war zuletzt als Athletensprecherin für den Internationalen Judoverband in Doha. Beim Mixed-Team-Bewerb drückte die ÖJV-Vizepräsidentin ihren ehemaligen Teamkolleg die Daumen. Letzte Woche absolvierte Sabrina die Polizei-Dienstprüfung, im Juni startet ein nächster Praxistest. „Ich möchte unbedingt noch einmal vor heimischem Publikum starten. Ob ich wirklich antrete, werde ich sehr kurzfristig entscheiden. Und auch nur dann, wenn ich mich fit und konkurrenzfähig fühle“, so Sabrina Filzmoser.
Gute WM-Bilanz
Nur wenige Tage nach der Weltmeisterschaft, die am 14. Mai in Doha zu Ende ging, übersiedelt die internationale Elite des Judo-Sports in das Sportland Oberösterreich. Judo Austria-Präsident Martin Poiger erlebte in der vergangenen Woche sieben WM-Wettkampftage in Doha hautnah mit und zog nach seiner Rückkehr sportlich Bilanz: „Mit drei Top-7-Platzierungen, darunter einem 3. Rang und die Bronzemedaille für Michaela Polleres (-70), können wir als Verband sehr gut leben – es ist die erfolgreichste rot-weiß-rote WM seit 2005 (Silber: Lupo Paischer/-60, Bronze: Sabrina Filzmoser/-57).


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