Corona-Situation in OÖ: Keine Neuinfektionen, drei Bezirke „coronafrei“, aktuell 66 Personen erkrankt (Stand 6. Mai, 17 Uhr)

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Nora  Heindl Tips Redaktion Nora Heindl, 06.05.2020 17:52 Uhr

OÖ. Die Zahl der aktuell an Covid-19 erkrankten Oberösterreicher sinkt stetig weiter und liegt mit Stand 6. Mai, 17 Uhr, bei 66. Insgesamt gibt es in Oberösterreich unverändert 2.260 bestätigte Fälle. Laut offiziellen Zahlen des Landes OÖ sind die Bezirke Eferding, Kirchdorf und Vöcklabruck mittlerweile coronafrei.

Im Zeitraum von 4. bis 5. Mai (jeweils 13 Uhr) gab es laut Land OÖ keine neuinfizierten Personen, am 6. Mai wurde eine neu infizierte Person verzeichnet. Die Experten weisen darauf hin, dass diese Entwicklung auch auf die hohe Disziplin der Bevölkerung zurückzuführen ist. Umso wichtiger sei es, die Maßnahmen (Abstand halten, Nasen-Mundschutz tragen und regelmäßiges Händewaschen) auch weiterhin zu befolgen. Hier setzt man stark auf die Eigenverantwortung.

Die aktuellen Fälle und gesamten Fälle verteilen sich wie folgt auf die Bezirke, angegeben in Gesamtzahl/aktuell erkrankt:

Linz-Stadt 305/14

Steyr-Stadt 61/5

Wels-Stadt 58/1

Braunau 127/6

Eferding 53/0

Freistadt 120/8

Gmunden 72/5

Grieskirchen 74/1

Kirchdorf 42/0

Linz-Land 203/6

Perg 251/2

Ried 43/2

Rohrbach 150/3

Schärding 56/1

Steyr-Land 181/11

Urfahr-Umgebung 280/1

Vöcklabruck 106/0

Wels-Land 78/1

Die aktuellen Zahlen ergeben sich aus der Gesamtzahl der positiv Getesteten abzüglich Genesener und Verstorbener. Ab wann man als genesen gilt, kann hier nachgelesen werden.  

Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, ist stetig am Sinken. Laut Zahlen des Landes sind aktuell 480 Personen in Quarantäne.

Im Spital behandelt werden müssen 30 Personen, sechs Personen werden auf der Intensivstation betreut.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 liegt bei 57. Wie das Land OÖ mitteilte, ist zuletzt eine 89-jährige Frau aus Linz mit Vorerkrankungen am Kepler Uni Klinikum im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben.

Aktuelle Situation Alten- und Pflegeheime (Stand 6. Mai, 15 Uhr)

Insgesamt sind 24 Bewohner sowie 19 Mitarbeiter in 30 Alten- und Pflegeheimen in OÖ von Covid-19 betroffen.

Gesamtsitutation in den OÖ. Spitälern (aktueller Stand vom 5. Mai, 15 Uhr)

  • Geschlossene Stationen/Abteilungen aufgrund von Covid-19: Keine
  • 20 Stationen/Abteilungen werden in den 15 oö. Spitälern vorgehalten, um Räumlichkeiten zu haben, wenn die Zahl der Covid-Patienten ansteigt. Diese Zahl kann sich laufend durch die Adaptierungsmaßnahmen in den einzelnen Spitälern ändern.
  • Beim oö. Krankenhauspersonal (gesamt knapp 27.000 Personen) werden derzeit 3,8 Prozent krankheitsbedingte Ausfälle (alle Erkrankungen, inklusive Covid-Erkrankte bzw. Covid-positiv getestete und in Quarantäne befindliche Kontaktpersonen) verzeichnet

Krisenstab aktiviert

Mit 11. März hat der Krisenstab des Landes Oberösterreich seine Arbeit aufgenommen, „um vor allem die Informationskette im Interesse aller Beteiligten, aber auch im Interesse unserer Bevölkerung bestmöglich zu organisieren“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer, damit garantiere man rund um die Uhr Verfügbarkeit und Informationsaustausch.

„Die Maßnahmen der Bundesregierung greifen in unser Alltagsleben ein, daher ist es besonders wichtig, dass die Informationskette lückenlos läuft. Wir sind bestens aufgestellt“, ergänzt Stelzer, in dessen Zuständigkeit die Organisation des Krisenstabes fällt. Als organisatorisches Gremium arbeitet der Krisenstab der Gesundheitsabteilung zu, bei der aufgrund des Epidemiegesetzes die behördliche Zuständigkeit liegt.

Der Krisenstab ist besetzt mit Mitarbeitern aus dem Krisen- und Katastrophenschutzmanagement, aber auch aus anderen Abteilungen der Landesregierung. „Wir sind dazu da, um die Abteilung Gesundheit zu unterstützen. Vor allem im Bereich der Information und Kommunikation ist das jetzt notwendig“, erklärt Alois Hochedlinger als Leiter der Stabsarbeit. So wurde bereits noch in der Nacht der Erlass des Bundes umgesetzt, was die Verordnungen betreffend Versammlungen und Veranstaltungen betrifft. „Das heißt heute in der Früh haben alle Bezirkshauptmannschaften bereits ihre Verordnungen kundgemacht und versendet, sodass wir heute mit einem rechtlicher Status ordentlich starten konnten“, so Hochedlinger. Die Mitarbeiter des Krisenstabs sind derzeit von 8 bis 20 Uhr im Einsatz. Es gibt eine Rufbereitschaft.

Sensibilisierung oberstes Gebot

„Wir versuchen, die Bevölkerung zu sensibilisieren und zu informieren“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, die im gleichen Zug erneut auf die Gesundheitsnummer 1450 verweist und darauf eine gewisse Distanz zu wahren. „Jeder muss sich fragen, welche Besuche in welchen Einrichtungen wirklich notwendig sind. Es ist wichtig, dass man auf sich selbst schaut, aber insbesondere auch auf seine Mitbürger und was man selbst zum Schutz der anderen betragen kann.“

Landeshauptmann verweist auch darauf, die Behördengänge zu den öffentlichen Dienststellen des Landes auf das allernötigste einzuschränken. „Wir haben ein umfassendes Online-Angebot und eine App, mit der man sehr vieles von Zuhause abwickeln kann.“

Für Palmisano kommt die Botschaft erfreulicherweise bereits an. „Ich habe heute früh mitbekommen, wie eine Mutter ihre Tochter beim Bus noch daran erinnert hat, sich die Hände zu waschen. Das finde ich sehr vorbildhaft, denn das ist genau das, was wir uns von der Bevölkerung wünschen.“

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Kommentare

  1. Nicola
    Nicola11.04.2020 09:47 Uhr

    Covid-19 Maßnahmen eklatant Verfassungswiedrig! - Ich finde es sehr bedenklich, dass über Nacht sämtliche Grundrechte der Mitbürger(innen) außer Kraft gesetzt wurden. Dies ist der schwerste Eingriff in die Grundrechte seit dem zweiten Weltkrieg.



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