Rote Salzkammergut-Bürgermeister: Solidarität zeigen und aufeinander schauen

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Thomas Leitner Thomas Leitner, Tips Redaktion, 31.03.2020 13:45 Uhr

BEZIRK GMUNDEN. Die roten Bürgermeister des Salzkammergutes zeigen Solidarität. Denn gerade sie sind in der aktuellen Krisensituation für die Bevölkerung oft wichtiger Ansprechpartner.

„Die Menschen halten sich weitgehend sehr gut an die von der Regierung verordneten Maßnahmen, das sieht man in den Orten. Gleichzeitig gibt es natürlich Bedürfnisse und wir müssen gemeinsam in dieser Notsituation zusammenstehen und unser Gesellschaftssystem am Laufen halten“, sagt Bad Ischls Stadtchefin Ines Schiller.

Neben den zahlreichen Arbeitslosen, die es seit Beginn der Krise bereits zu verzeichnen gibt, leidet vor allem auch die kleinteilige heimische Wirtschaft. Die Bürgermeister der SPÖ-Gemeinden im Bezirk Gmunden appellieren gemeinsam an die Bevölkerung, auf Online-Käufe von Großkonzernen zu verzichten und stattdessen die heimische Wirtschaft zu unterstützen. „Viele unserer Betriebe in den Gemeinden bieten beispielsweise Lieferdienste oder Gutscheine an. Zudem wurden bereits auch verschiedenste Plattformen zur Übersicht über die heimischen Angebote gegründet. Bitte nutzt diese auch“, sagt der Obertrauner Ortschef Egon Höll

Kommunalsteuer, Elternbeiträge, Mieten, … - Wirtschaft und Bevölkerung unter die Arme greifen

Zahlreiche Gemeinden ergreifen bereits erste Maßnahmen und setzen Vorschreibungen in vielen Bereichen aus. Es werden beispielsweise Elternbeiträge und Kindergartentransportgebühren ausgesetzt. Zudem wird in einigen Gemeinden die Kommunalsteuer auf Antrag für betroffene Betriebe ausgesetzt und Mieten für im Gemeindeeigentum befindliche Immobilien werden gestundet. „Wichtig wäre für die Gemeinden, dass das Land Oberösterreich den Gemeinden durch dementsprechende Erlässe hier mehr Spielraum gibt. Wir möchten noch deutlich stärker unterstützen, als wir es schon machen. Wir möchten der regionalen Wirtschaft und der Bevölkerung noch mehr unter die Arme greifen. Dazu fehlt uns leider oft die rechtliche Möglichkeit“, appelliert Bürgermeister Alexander Scheutz aus Hallstatt an das Land Oberösterreich.

Maßnahmen zum Schutz der älteren Generation und zur Sicherung unseres Gesundheitssystems

Dass die Maßnahmen unser Alltagsleben gehörig auf den Kopf stellen, ist zurzeit klar erkennbar. Leere Straßen und Ortszentren sind normalerweise kein Wunschzustand, gerade in dieser Notsituation aber schon. „Ich möchte wirklich nochmal dazu ermuntern, sich weiterhin an die Maßnahmen zu halten. Es geht erstens darum, unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern und zweitens ist es unsere Aufgabe, vor allem die ältere Generation vor dem Coronavirus zu schützen“, sagt der Bürgermeister von Bad Goisern, Leopold Schilcher.

Noch kein Ende der Krise in Sicht – Dank an alle, die System am Laufen halten

Nachdem die Bundesregierung die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus verlängert hat und sogar weitere Verschärfungen wie das Tragen von Schutzmasken vorgenommen hat, ist ein Ende der Krise noch nicht in Sicht. „Wir müssen uns weiterhin auf schwierige Zeiten einstellen, die Maßnahmen und die Auswirkungen der Krise werden uns noch länger beschäftigen. Wir danken den Menschen, die unser System am Laufen halten und sich tagtäglich in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Zeigen wir gemeinsam Solidarität und schauen wir aufeinander“, sagt Bürgermeister Fritz Feichtinger aus Laakirchen.

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