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OÖ. Die Corona-Pandemie hat Österreichs Arbeitsmarkt weiter fest im Griff: Im August waren fast 423.000 Personen ohne Job, 452.500 in Kurzarbeit. Viele Menschen müssen in Zeiten wie diesen finanzielle Einbußen hinnehmen. Wer den Sparstift ansetzen muss, sollte dies aber nicht beim Versicherungsschutz tun, raten Oberösterreichs Versicherungsmakler.

Johann Mitmasser, Obmann der WKOÖ-Fachgruppe der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten (Foto: Monika Aigner)

Seit Mitte März 2020 lässt die Corona-Krise die Arbeitslosigkeit extrem steigen. Auch wenn die Zahlen aktuell etwas rückläufig sind, liegt die Arbeitslosigkeit weit über dem Niveau des Vorjahres. Kein Wunder, dass in Zeiten wie diesen so manche Familie den Gürtel enger schnallen muss und nach Möglichkeiten sucht, die Fixausgaben zu senken. „Bei der Absicherung der elementaren Risiken den Sparstift anzusetzen, ist aber der falsche Weg“, warnt der Fachgruppenobmann der oö. Versicherungsmakler, Johann Mitmasser. Wer jetzt beispielsweise seine Lebensversicherung vorzeitig kündigt, verliert nicht nur seinen Ablebensschutz oder die Absicherung fürs Alter, sondern muss auch finanzielle Einbußen in Kauf nehmen.

Alternativen bei Lebensversicherung

„Je früher Sie eine Lebensversicherung vor Ablauf kündigen, desto geringer ist der Rückkaufswert im Vergleich zur Summe der eingezahlten Prämien“, weiß Mitmasser. Sein Appell: Vor einer allfälligen Kündigung mit einem Versicherungsmakler Kontakt aufnehmen und sich über Alternativen beraten lassen.

Eine Alternative zur Kündigung ist etwa die Prämienfreistellung oder Teilprämienfreistellung. Bei dieser Variante wird der Versicherungsvertrag fortgesetzt, die Prämienzahlung jedoch ganz oder teilweise ausgesetzt. Das hat zwar eine reduzierte Vertragssumme zur Folge, der Versicherungsschutz geht aber nicht zur Gänze verloren.

Krankenversicherung nicht kündigen

Auch von einer Kündigung der Krankenversicherung raten die Versicherungsmakler ab. „Auch hier gibt es Alternativen“, weiß Fachgruppenobmann-Stellvertreter Franz Waghubinger. „Ein späterer Wiedereinstieg ist mit Sicherheit mit schlechteren Bedingungen verbunden.“ Bei Versicherungen, die die Person versichern, sind in der Regel das Alter, der Einstiegszeitpunkt und diverse Vorerkrankungen für die Höhe der Prämie maßgeblich. Daher nie unüberlegt kündigen, sondern auf qualifizierte, neutrale Beratung durch den Versicherungsmakler setzen. „Wenn schon sparen, dann sollte man den Versicherungsschutz unbedingt auf die wesentlichen Risiken konzentrieren, damit keine Existenzgefährdung besteht“, rät Waghubinger.


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