Klausur der Grünen OÖ: "Das Team vermittelt eine Aufbruchsstimmung"
OÖ. Die Kandidaten der Grünen OÖ für die Landtagswahl 2021 hatten ihre erste gemeinsame Klausur. Unter den Themen waren Klimaschutz, aber auch Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Landessprecher Stefan Kaineder und seine Stellvertreterin Dagmar Engl berichten über die Details.

136 Grüne Gemeindegruppen gibt es derzeit oberösterreichweit, in 121 Gemeinden sind die Grünen auch im Gemeinderat vertreten. „Ihre Arbeit macht es möglich, dass Grüne Politik in den Gemeinden und Regionen immer mehr Zuspruch bekommt und auch umgesetzt wird. Es melden sich laufend engagierte Menschen bei uns, die in ihrer Gemeinde eine Grüne Gruppe gründen möchten“ sagt Dagmar Engl, stellvertretende Landessprecherin der Grünen OÖ und Kandidatin für die kommende Landtagswahl.
„Alles unter dem Eindruck von Corona“
Die erste Klausur der Kandidaten der Grünen OÖ sei unter dem Eindruck der Pandemie gestanden. „Alles geschieht derzeit unter dem Eindruck von Corona. Das ist keine Frage. Aber das Team vermittelt sehr wohl eine Aufbruchsstimmung“, hält Engl fest. Unter den Themen der Klausur waren unter anderem Klimaschutz, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. „Es ist uns nicht darum gegangen, bekannte Krisen-Instrumentarien zu diskutieren, sondern entscheidende Wege in eine neue Phase des Wirtschaftens zu erarbeiten“, sagt Stefan Kaineder, Klima-Landesrat und Landessprecher der Grünen OÖ.
100.000 zusätzliche Arbeitsplätze
Auf der Grünen Agenda stehe, eine Energie- und Verkehrswende umzusetzen. So soll zum Beispiel in erneuerbare Energie investiert und verstärkt auf Holzbau gesetzt werden. Im Bereich Verkehr fordern die Grünen OÖ unter anderem einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs wie die Umsetzung zentraler Schienenprojekte und den Umstieg auf elektrobetriebene Busse. „Das alles bringt öffentliche Aufträge, Arbeit und Jobs. Und zwar in einem Ausmaß, das die Verantwortlichen hier im Land nicht ansatzweise verinnerlicht haben. Man hat zwar Milliarden in Autobahnen gepumpt und plant weitere Asphaltschneisen durchs Land, hat aber Schienenprojekte völlig vernachlässigt“, kritisiert Kaineder. Laut Energieinstitut an der JKU Linz könnten mehr als 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze in ganz Österreich geschaffen werden, wenn in den nächsten zehn Jahren 4,5 Milliarden Euro in erneuerbare Energien pro Jahr investiert werden.


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