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OÖ. Oberösterreich ist das Bundesland mit den höchsten Emissionen pro Kopf. Seit 1990 ist auch der Endenergieverbrauch gestiegen. Das sind zentrale Ergebnisse der aktuellen Studie „Energie und Treibhausgase - Analyse der Entwicklungen auf Ebene der Bundesländer“ der Österreichischen Energieagentur (AEA).

Etwa 30 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in Oberösterreich gehen derzeit auf erneuerbare Energien zurück (Symbolbild). (Foto: Volker Weihbold)

Die Klimabilanz der Bundesländer der Österreichischen Energieagentur (AEA) stellt Oberösterreich ein schlechtes Zeugnis aus. Es ist das Bundesland mit den höchsten Emissionen pro Kopf und jenes mit dem zweithöchsten Energieverbrauch in Österreich. Im Detail sind Treibhausgase in den letzten 30 Jahren um sieben Prozent gestiegen. Seit 2005 sinken die Emissionen wieder, aber nur um zwei Prozent, was unter dem österreichweiten Durchschnitt von neun Prozent liegt. Um den Treibhausgasausstoß bis 2040 beendet zu haben, müsste die Reduktion jährlich etwa doppelt so groß sein wie in den vergangenen zwölf Jahren zusammen, rechnet die AEA vor.

Ihre qualitative Bewertung der Maßnahmen ergab, dass Oberösterreich nicht einmal seine eigenen Zielvorgaben damit schaffen könne. „Es bedarf daher einer Anpassung von Zielen und Maßnahmen sowie einer engen Verschränkung zwischen Bund und Ländern, damit die Klimakrise wirklich gemeistert werden kann“, sagt Studienautor Günter Pauritsch von der Österreichischen Energieagentur. Bessere Rahmenbedingungen wären etwa entsprechende Landesgesetze zum Ausbau erneuerbarer Energien, die beispielsweise die Genehmigungspraxis für Windräder anpassen. „Wichtige Stellschrauben für den Umbau des Energiesystems und den Klimaschutz liegen im Kompetenzbereich der Länder, die ihrerseits in wesentlichen Bereichen auf Unterstützung des Bundes angewiesen sind. Die konkrete Umsetzung von Maßnahmen – auch jene des Bundes – finden naturgemäß in den Bundesländern statt“, betont Pauritsch.

AEA: Photovoltaik, Wasserkraft und Windkraft sollen ausgebaut werden

Laut AEA brauche es in ganz Österreich eine Trendumkehr beim Endenergieverbrauch, der seit 1990 um 51 Prozent gestiegen sei. Für eine Energiewende wird eine Halbierung des Verbrauchs in den nächsten 20 Jahren empfohlen. Einen Beitrag zu dieser Wende soll zum Beispiel der Ausbau von Photovoltaik, Wasser-, und Windkraft leisten. Derzeit liegt der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch bei 30 Prozent. „Es bedarf einer deutlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen für einen raschen Ausbau. Das EAG (Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, Anm.) auf Bundesebene bleibt wirkungslos, wenn nicht auch die Bundesländer auf Klimaschutz- und Energiewendekurs kommen“, betont Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ). Das EAG sieht unter anderem vor, dass bis 2030 zusätzlich 27 Terawattstunden Strom mit erneuerbaren Energien produziert werden.

Um die Energiewende in Oberösterreich erfolgreich umsetzen zu können, müssten dringend Aktionen folgen und alle an einem Strang ziehen sowie gemeinsame Ziele verfolgen. Das seien eine höhere Geschwindigkeit bei der Reduktion von Treibhausgasen und des Energieverbrauchs, aber auch beim Ausbau erneuerbarer Energien.

Die ganze Studie kann auf der Webseite der Erneuerbaren Energie Österreich gelesen werden.


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