Sanierung des Soleleitungsweges schreitet voran

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Der Soleleitungsweg (Foto: Mario Haas)
Thomas Leitner Thomas Leitner, Tips Redaktion, 26.04.2021 13:44 Uhr

SALZKAMMERGUT. Seit geraumer Zeit ist der Soleleitungsweg an zahlreichen Stellen zwischen Hallstatt und Ebensee aus Sicherheits- und Haftungsgründen leider gesperrt. Nun wurde auf Initiative der Bürgermeister von Bad Ischl und Bad Goisern eine Arbeitsgemeinschaft mit der Salinen AG, der ÖBf AG und den Tourismusverbänden gegründet, um den beliebten Wanderweg zu sanieren und wieder begehbar zu machen.

An diesem Zusammenschluss mit dabei sind die am Soleleitungsweg liegenden Gemeinden. „Es freut mich, dass wir nun zu einer guten Lösung gekommen sind und der Soleleitungsweg bald wieder jenen Stellenwert als Freizeit- und Kulturgut der Region einnehmen kann, der ihm zusteht“, freut sich Bgm. Leopold Schilcher.

Spazieren auf der ältesten aktiven Industrie-Pipeline der Welt – Kulturgut Soleleitungsweg

Die Soleleitung ist nicht nur die älteste aktive Industrie-Pipeline der Welt, sondern mit dem Soleleitungsweg auch ein attraktiver Spazierweg für Einheimische und Touristen. „Gerade auch weil wir Kulturhauptstadt im Jahr 2024 sind und der Soleleitungsweg ein zentrales Kulturgut unserer Region ist, wollen wir ihn so schnell wie möglich, jedoch auch unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorkehrungen, wieder zugänglich machen“, betont Bürgermeisterin Ines Schiller.

20 Millionen für Schutzprojekt, nicht für Soleleitungsweg

Beim angeführten Projekt (20 Millionen Euro) im Bericht der ÖVP Presseabteilung handelt es sich um das von der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) ausgearbeitete Schutzprojekt „Bannwald Hallstatt“ und nicht um die Sanierung des Soleleitungsweges. „Das für Bewohner und Betriebe von Hallstatt immens wichtige Schutzprojekt erstreckt sich von der Gosaumühle (Hallstatt) bis ins Echerntal (Hallstatt) und kostet 20 Millionen Euro. Der Umsetzungszeitrahmen wird 30 Jahre betragen. Derartige Maßnahmen ermöglichen es, dass Orte in so exponierter Lage, wie beispielsweise die Marktgemeinde Hallstatt, bewohnbar bleiben“, so Bürgermeister Alexander Scheutz. Sehr erfreulich sei zudem, dass sich alle Interessenten an der Finanzierung beteiligen und folgender Finanzierungsschlüssel mit dem Bundesministerium (BMLRT/ Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus) vereinbart und beschlossen wurde: Bund: 60 Prozent, Land OÖ: 20 Prozent, OÖ LR Landesstraßenverwaltung: sechs Prozent, Salinen Austria AG: fünf Prozent, ÖBF AG FB Inneres Salzkammergut: vier Prozent, Marktgemeinde Hallstatt: 3,75 Prozent, Netz OÖ GmbH: ein Prozent und die Telekom Austria: 0,25 Prozent.

Von weiteren Hilfen des Bundes oder des Landes zur Sanierung des gesamten Soleweges ist den Bürgermeistern im Inneren Salzkammergut leider bis dato nichts bekannt. “Wir würden uns über eine finanzielle Unterstützung bei den Sicherungs- und Sanierungsarbeiten des Soleweges seitens des Landes aber sehr freuen. So muss nicht alles von den Gemeinden, den Tourismusverbänden und der Salinen AG finanziert werden„, sagt Landtagsabgeordnete Sabine Promberger.

Kontakte zum Thema Landesbeteiligung sind mit LR. Steinkellner bereits aufgenommen worden und ein Förderzuschuss wurde beantragt. Am Ende der Beratungen des Arbeitskreises soll sich ein “Verein der Interessenten„ konstituieren, der sich zuerst um die Sanierung und danach um den Erhalt des Soleleitungsweges kümmern wird. Der Verein wird auch die notwendigen Finanzmittel aufbringen müssen. Der Weg soll danach in die OÖ Wegehaftpflichtversicherung genommen werden um endlich die ewige Frage nach der Haftung zu einem guten Ende zu bringen. Erst danach steht einer Öffnung des beliebten Wanderweges nichts mehr im Wege.

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