Investitionspaket für Oberösterreichs Berufsschulen

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Bildungsdirektor Alfred Klampfer, LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Walter Hemetsberger, Fachkoordinator für Berufsschulen in der Bildungsdirektion OÖ (Foto: Land OÖ/Tina Gerstmair)
Bildungsdirektor Alfred Klampfer, LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Walter Hemetsberger, Fachkoordinator für Berufsschulen in der Bildungsdirektion OÖ (Foto: Land OÖ/Tina Gerstmair)
Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 30.07.2021 14:26 Uhr

OÖ/BEZIRK. Das Land OÖ investiert 2021 im Rahmen des OÖ-Plans verstärkt in die Berufsschulen - in ein modernes Umfeld und neue Ausstattung – angepasst auf die sich ständig ändernden Anforderungen an Lehrlinge.

„Oberösterreich braucht gut ausgebildete Fachkräfte, um wirtschaftlich weiter gut dazustehen. Uns sind offene Berufsschulen wichtig, auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Das war leider durch Corona zuletzt nicht so möglich, daher gibt es auch rückläufige Zahlen bei den Lehrlingen“, so Bildungs-Landesrätin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander. „Umso wichtiger ist es jetzt, die Schulen wieder offenzuhalten und auch Schnuppern wieder zu ermöglichen.“ Für ein modernes Lernumfeld investiere das Land OÖ in die Modernisierung und Sanierung der Berufsschulen sowie auf Digitalisierung und zukunftsorientierte Ausstattung der 22 Standorte.

Hohe Dynamik

„Lehrberufe ändern sich schnell, entwickeln sich ständig weiter – auch die Lehrpläne ändern sich“, so Bildungsdirektor Alfred Klampfer. Daher sei es wichtig, zu investieren, etwa in neue Maschinen, nur so könne die Ausbildung auch künftig gut weiterbestehen. Walter Hemetsberger, Fachkoordinator für Berufsschulen in der Bildungsdirektion OÖ, verweist ebenfalls auf die große Dynamik, „jeder kennt den Bäckerlehrling, aber keiner den Backtechnologen, auch Fahrradmechatroniker für E-Bikes sind mittlerweile gefragt“, nennt er neue Lehrberufe.

16,5 Millionen Euro wurden 2020 für die Berufsschulen aufgewendet, mit den Investitionen im Rahmen des OÖ-Plans investiert das Land nun 18,5 Millionen Euro.

Von der neuen Werkstatt bis zum WLAN

Investiert wird in den Ausbau der bestehenden WLAN-Infrastruktur und flächendeckende WLAN-Versorgung an allen Berufsschulen in OÖ. Auch werden interaktive Displays und digitale Schultafeln vermehrt eingesetzt.

Investitionen in einzelne Schulen sind folgende:

Werkstätte Fahrradmechatroniker BS Mattighofen

Die BS Mattighofen ist spezialisiert im Bereich der KFZ-Technik, besonders in den Bereichen PKW, LKW und Motorräder. Für den neu eingeführten Lehrberuf „Fahrradmechatroniker“ wird in die Ausstattung einer geeigeneten Werkstätt investiert. Lehrlinge aus OÖ, Salzburg, Burgenland und Vorarlberg werden dort ausgebildet.

Laserschneidanlage BS Schärding

Mit der neuen Laserschneidanlage an der Berufsschule Schärding wird es möglich sein, einen großen Schritt hin zur Digitalisierung im fachpraktischen Unterricht zu machen. Mit einem Laser im Bereich der Blechbearbeitung ist es möglich, viele verschiedene Materialien zu schneiden. Neben den gängigen Metallen wie Stahl, Niro und Aluminium können auch Kunststoffe, Holz und sogar Glas bearbeitet werden. Dies ermöglicht den Lehrern, den Unterricht praxisnah und vor allem berufsbezogen zu gestalten.

Ausstattung etlicher Berufsschulen mit CNC-gesteuerten Großmaschinen

Gleich mehrere Berufsschulen werden mit CNC-gesteuerten Großmaschinen ausgestattet. Schüler lernen darauf alle notwendigen Arbeitsschritte wie Programmierung, Datenübertragung und mechanische Fertigung.

BS Altmünster Schloss Ebenzweier wieder aufgebaut

Das Berufsschulinternat Altmünster / Schloss Ebenzweier wurde im Mai 2016 durch einen Brand zerstört. Derzeit läuft der Endspurt des Wiederaufbaus, der Betrieb startet mit September 2021. Die Kosten für den Wiederaufbau sind von Versicherungsleistungen gedeckt und betragen rund 19 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung stehen am Standort BS Altmünster / Schloss Ebenzweier insgesamt 284 Internatsbetten zur Verfügung.

In der Berufsschule Gmunden 1 wurde neue Labore gebaut, in den Fachbereichen Schutzmaßnahmen, Steuerungstechnik und Energietechnik (Antriebstechnik). Die Gesamtkosten inklusive Ausstattung belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro. Der Umbau wurde im Frühjahr 2021 fertiggestellt.

Umgebaut werden auch die Labore an der BS Wels 3 (Gesamtkosten: 430.000 Euro), bereits erfolgt ist das an der BS Linz 5 (Gesamtkosten: 160.000 Euro), an der BS Linz 20 wird eine neue Lehrküche und ein Kommissionierungsraum entstehen. Die Gesamt-Umbaukosten betragen inklusive Ausstattung knapp 430.000 Euro.

Generalsanierungen

Der Internatstrakt der BS Ried wurde zuletzt im Jahr 1986 saniert und erfüllte nicht mehr den Anforderungen für die zeitgemäße Ausstattung eines Internates. Die Baukosten für die Generalsanierung betrugen rund 16 Millionen Euro. Die Eröffnungsfeier fand am 23. September 2020 statt.

Ebenfalls saniert und aufgestockt wird das Internat der BS Linz 2 Turmstraße. Die Bauarbeiten wurden im März 2018 gestartet. Die Fertigstellung ist rechtzeitig zum Beginn des Schuljahres 2021/2022 geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 13,3 Millionen Euro.

In Freistadt wurden die Praxishallen neu gebaut. Im Herbst 2016 wurde mit der ersten Etappe des Bauhofes sowie des Mischplatzes bzw. Materiallagers begonnen und der Bau wurde im Jahr 2020 erfolgreich abgeschlossen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 5,5 Millionen Euro. Die zweite (und letzte) Etappe des Bauhofes wurde Ende Juni 2021 gestartet. Zusätzlich sollen im nächsten Schritt die Zimmer im Internat adaptiert werden. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich aus momentaner Sicht auf gesamt 13,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung der Maßnahmen ist für das Jahr 2024 geplant.

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