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OÖ/STEYREGG. Die Digitalisierung ist in der Bauwirtschaft großgeschrieben, ob Holz oder Ziegel, vom Planen bis zum Betreiben. Beim ersten OÖ Bau-Symposium in der BAUAkademie BWZ OÖ Steyregg sprachen 16 Experten mit rund 100 Teilnehmern über künftige Entwicklungen, sowohl aus der Perspektive der Auftraggeber als auch der Auftragnehmer.

V.: Stefan Mayer (Landesinnungsmeister-Stellvertreter Bau OÖ), Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, Harald Kopececk (Leiter der Bauakademie) und Erich Gaffal (Manager Möbel- und Holzbau-Cluster) (Foto: BAUAkademie BWZ OÖ/Johann Stadler)

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner stellte die jüngste Initiative des Landes OÖ vor, mit der Leerstände revitalisiert werden sollen - den Digitalen Objektzwilling: „Dabei werden leerstehende Gebäude mittels Laserscan exakt vermessen und ein digitales Abbild erstellt. Mit diesem digitalen Objektzwilling wird die Planung für die Nachnutzung von Leerständen einfacher. Für 20 Projekte pro Jahr fördern wir diese digitale Bestandsaufnahme mit bis zu 80 Prozent“, erläuterte Achleitner.

„Chancen nutzen“

Veranstaltet wurde das Symposium von der Landesinnung Bau OÖ mit Innungsmeister Norbert Hartl gemeinsam mit der Landesinnung Holzbau sowie dem Möbel- und Holzbau-Cluster der oö. Standortagentur Business Upper Austria und der BAUAkademie. „Wir müssen den digitalen Reifegrad der Baubetriebe erhöhen, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen – vor allem auf der Baustelle“, ist Hartl überzeugt.

Holzbau-Landesinnungsmeister Josef Frauscher nannte als Beispiel die Entwicklung von der im Holzbau bereits weit verbreiteten Abbundanlage bis zur Bauwerksdatenmodellierung (BIM - Building Information Modeling): „In der Planung und Abwicklung nutzen wir diese digitale Arbeitsmethode schon. Wichtig ist jedoch die gemeinsame Weiterentwicklung an den Schnittstellen zwischen den Gewerken.“

Vorträge und Diskussionen

Wie die Zukunft des Bauens aussieht, präsentierten aus Sicht der Auftraggeber Unternehmensvertreter von Asfinag und XXXLutz und aus Sicht der Auftragnehmer Vertreter der Firmen Riederbau, Habau und Wiehag. Mit der Aussage „BIM - Building Information Modeling - ist eine Haltung und hat was mit Kultur, mit Kooperation, Innovationen, Synergien und Perspektiven zu tun“, der Architektin und Gesellschafterin der Delta Projektconsult, Sabrina Schubert lassen sich die Inhalte der Vorträge und Diskussion des ganzen Tages zusammenfassen.

BIM und die Digitalisierung am Bau wirke sich auf alle Unternehmensbereiche und -prozesse aus. Genau deswegen brauche es Visionen, den Blick nach vorne und den Pioniergeist, um die smarten Tools nachhaltig anwenden zu können, um Prozesse zu verbessern, Schnittstellen zu glätten, Kosten zu senken und Mitarbeiter zu entlasten.

Abgerundet wurde das Bau-Symposium mit Innovationen und Expertenwissen rund um Planung, Vermessung und digitale Ausführung, die in Kurzvorträgen präsentiert wurden und von den Teilnehmern vor Ort getestet werden konnten.


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