Knapp 100 Millionen Euro für Hochwasserschutz an oö. Donau
OÖ/LINZ. Die Bundesregierung stellt knapp 100 Millionen Euro für Hochwasserschutz an der Donau in Oberösterreich zur Verfügung. Das wurde am Mittwoch im Ministerrat beschlossen, nach längeren Verhandlungen. „Mit der Finanzierungszusage sollen die letzten Lücken im Hochwasserschutz an der oberösterreichischen Donau geschlossen werden“, freuen sich Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder über den Beschluss.

Zum 20. Mal jährt sich heuer die Hochwasserkatastrophe von 2002, die in ganz Österreich zu Überflutungen mit einem Gesamtschaden von knapp 3 Milliarden Euro geführt hat. Oberösterreich war von dieser Jahrhundertflut enorm betroffen.
Entlang der oberösterreichischen Donau im unteren Mühlviertel hinterließ dieses hundertjährliche Hochwasser in unzähligen Gemeinden gewaltige Zerstörung. 2013 ereignete sich erneut ein Hochwasser an der Donau, das schreckliche Auswirkungen auf die Gemeinden im Eferdinger Becken hatte und nie dagewesene Schäden angerichtet hat. Die durch das Hochwasserereignis 2002 hauptsächlich betroffenen Gemeinden im unteren Mühlviertel haben bereits mit dem Machlanddamm und dem Hochwasserschutz für die St. Georgener Bucht entsprechenden Schutz vor Donauhochwasser erhalten.
Nun auch Schutz für Linzer Raum und oberes Donautal
Damit nun auch im Linzer Raum sowie dem oberen Donautal ein Ausbau des vorhandenen Schutzes erfolgen kann, wird seit längerem an einem Finanzierungsübereinkommen mit dem Bund verhandelt. Dieses ist am Mittwoch im Ministerrat im Rahmen einer Art. 15a B-VG Vereinbarung zwischen Bund, Land Oberösterreich, Niederösterreich und Wien beschlossen worden.
Für das Land OÖ umfasst die Vereinbarung Mittel in Höhe von 93,2 Millionen Euro. Die Vereinbarung regelt auch den Kostenteilungsschlüssel – der Bund trägt 50 Prozent, das Land OÖ 30 Prozent und die Antragsteller 20 Prozent der Kosten - sowie den Förder- und Umsetzungszeitraum von 2022 bis 2030.
Stelzer: „Jeder investierte Euro ist Investition in Sicherheit“
„Hochwasser verursacht einen immensen Schaden und viel Leid für die Menschen. Daher wollen wir den Hochwasserschutz bei uns in Oberösterreich konsequent vorantreiben, um noch mehr Sicherheit zu schaffen und für den Ernstfall gut gerüstet zu sein. Jeder in den Hochwasserschutz investierte Euro ist eine Investition in die Sicherheit der Bürger und in den Schutz unserer Heimat. Mit der Finanzierungszusage sollen die letzten Lücken im Hochwasserschutz an der oberösterreichischen Donau geschlossen und der Lebensraum entlang der Donau bestmöglich gesichert werden“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer.
Kaineder: Intensität und Häufigkeit wird zunehmen
„Erinnert man sich an die vielen Einzelschicksale all jener, die von den vergangenen beiden Hochwasserereignissen und seinen verheerenden Folgen betroffen waren, scheint es, als wäre es erst gestern gewesen. Es ist aber gewaltig, was hier in den letzten Jahren in Bewegung gesetzt wurde, um die Bevölkerung vor den Gefahren von Überflutungen und Hochwasser zu schützen. Wir wissen, dass mit der Klimakrise auch die Intensität und Häufigkeit von Starkregenereignissen zunehmen werden. Mit der nun beschlossenen Finanzierungsvereinbarung wird es nun möglich, den noch fehlenden Hochwasserschutz entlang der OÖ Donau und damit Sicherheit für tausende Menschen herstellen zu können“, so auch Umwelt- und Klimalandesrat Stefan Kaineder.


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